Was Bitcoin bringt - mit Niko Jilch
Der Bitcoin Podcast aus Wien. Finanzjournalist Niko Jilch spricht mit Gästen aus der Welt von Bitcoin, Börse und Finanzen. Es geht um Geld, Geschichte, Philosophie und Politik.
Was Bitcoin bringt - mit Niko Jilch
Bitcoin SPRINGT auf 85.000 - die Bullen übernehmen | Furkan Yildirim
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Der Bitcoin-Kurs bricht aus und notiert wieder klar über wichtigen Durchschnitten – Zeit für ein fundiertes Markt-Update. Zusammen mit Furkan Yildirim von Coincheck TV analysiere ich die aktuelle Rally und werfe den Blick auf die entscheidenden Makro-Faktoren: die wachsende US-Schuldenlast, steigende Zinsen am Anleihenmarkt, die Entwicklungen beim Ölpreis und die unvermeidliche finanzielle Repression. Furkan erklärt detailliert, worauf er bei On-Chain-Daten und Short-Term-Holder-Kennzahlen achtet, um nachhaltige Trendwenden von Bärenmarktrallys zu unterscheiden, und warum der Gelddrucker der Notenbanken am Ende alternativlos bleibt.
- Der Chart aus dem Video
- Furkan auf X
- Furkan auf YouTube
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* Marketingmitteilung. Keine Anlageberatung. Investieren birgt Risiken. Transaktionen mit Bitcoin können zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen.
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Leute, Leute, Leute, es sind wilde Zeiten. Willkommen zurück bei Was Bitcoin bringt, der Bitcoin-Podcast aus Wien, präsentiert von CoinFinity, wo ihr jetzt mit dem Code Was Bitcoin bringt, euch 21% der Gebühren spart, wenn ihr Bitcoin kauft, verkauft, Sparplan einrichtet. Schaut gleich mal rein, denn es geht los. Mir scheint weiter mit dem Bullenmarkt. Ich spreche heute mit dem Furkan, Furkan Hildirim von CoinCheck TV. Vor einem Jahr haben wir uns ausgemacht, dass wir reden. Und jetzt reden wir über alles, was so wichtig ist in einer brandaktuellen Breaking News-Folge, denn der Bitcoin-Preis ist am Montag wieder ausgebrochen. Wir haben es wahrscheinlich möglicherweise vielleicht mit einem neuen Bullenmarkt zu tun. All das plus die Hintergründe, das besprechen wir im Furkern, Makro, Politik, alles drinnen. Er ist einer, der den Markt ja seit Jahren jeden Tag beobachtet. Und für mich ist auch richtig stressig derzeit. Ich war vergangene Woche in der Schweiz zuerst in Luzern, habe dort bei der Luzerner Kantonalbank gleich drei Bitcoin-Vorträge gehalten. Das war extrem aufregend. Und ich kann nur Grüße herausschicken an Serj Kaulis und das ganze Team in Luzern. Die machen das unglaublich gut, sind seit 2016 in Bitcoin. Das muss man sich mal vorstellen als Bank. Also die Wurzeln gehen noch viel, viel tiefer, als wir uns das vorstellen. Und dann war ich am Wochenende in Köln, habe ich mitgebracht zwei Dinge. Erstens aus dem Köln meinem Vortrag bei Blogtrainer-Event werde ich bald ein Video dazu machen. Zweitens war ich noch in der Zürich bei den Jungs von Do Your Own Research, habe dort einen Podcast gemacht über meine persönliche Anlagestrategie und andere Themen rund um Bitcoin. Den werde ich auf jeden Fall verlinken unter dieses Video. Und dann war ich in Köln auch noch beim Christian Schneider und habe über meine persönliche Geschichte gesprochen, über Medien, über die moderne quasi Welt, über die Werte von liberalen Ideen und anderes im Ethervox Ehrenfeld Podcast live in Köln. Also ich habe einiges gemacht in der vergangenen Woche und auch auf diesem Kanal, auch von mir, kommen diese Woche noch einige Videos. So, aber jetzt springen wir glaube ich direkt hinein in den aktuellen Markt, in die Liquidität sozusagen, in der Bitcoin anfängt zu steigen und sich wirklich, wirklich stark zeigt, was dahinter steckt. Und worum es geht, bespreche ich jetzt mit dem Furkan. Herzlich willkommen Furkan, Furkan Hildirim, bei was Bitcoin bringt. Lange haben wir geplant, jetzt hat es geklappt. Servus.
SPEAKER_01Hi, danke für die Einladung, Nico. Schön, dass wir hier endlich mal Zeit gemeinsam gefunden haben. Haben uns ja tatsächlich schon mal auch persönlich kennenlernen dürfen in Berlin letztes Jahr. Wann war denn das letztes Jahr? Das ist auch schon einige Zeit. Das ist genau jetzt ein Jahr, glaube ich. Es war jetzt auch um den Dreh bei dem Business Insider Event, die uns über den Weg gelaufen sind, genau.
SPEAKER_00Da siehst du, wie lange teilweise die Planungen dauern. Aber, hallo, ich meine, 21. September, schon mal geil, 21. Und Breakout am Bitcoin-Preis. Dazu kommen wir gleich, aber nachdem du ja noch nie am Kanal warst, erzähl doch gerne mal ein bisschen was über dich.
SPEAKER_01Ja, ich bin vor Kanel drin, wie du schon eingangs gesagt hast. Ich betreibe meinen YouTube-Kanal zu Bitcoin in erster Linie und zu Makro seit 2017. Es ist einer der ältesten Kanäle, die im deutschsprachigen Raum noch aktiv sind. Ich war, also gestartet habe ich das damals noch in meinem Studium Wirtschaftsingenieurwesen. Dann habe ich meine Masterarbeit über die Blockchain-Technologische Technologie geschrieben. Dann war ich noch Doktorand im Bereich Blockchain-Technologie. Und dann habe ich irgendwann gesagt, okay, ich fokussiere mich jetzt nur noch auf Bitcoin, weil diese Forschungstätigkeit ging dann eher so um Unternehmensnetzwerke, ging dann gar nicht wirklich um Bitcoin und mache das hauptberuflich jetzt eigentlich seit vier Jahren und begleite den Markt, versuche da meine Einschätzung abzugeben, so ein bisschen die fundierte Brille aufzusetzen, makroökonomischen Blick drauf zu werfen und daraus halt Prognosen für mich abzuleiten und auch für die Leute dann irgendwie so einen Mehrwert zu bringen und ja, ein besseres Gefühl für den Markt zu bekommen, was als nächstes passieren kann und was vor allem relevant ist, welche Zusammenhänge und wie sich das halt auf Bitcoin und den gesamten Markt dann halt auch auswirkt. Tradest du auch selbst? Ich trade auch selbst. Also ich bin klassischer, sozusagen, also ich bin fundamental vom Bitcoin nur überzeugt. Ich investiere nicht in Altcoins, aber ich trade auch kurzfristig über den Future-Markt schon immer und versuche halt dadurch halt meine Cash-Reserve halt auszubauen und damit dann halt auch wieder mehr Investitionen zu tätigen. Also ich bin da sozusagen hybrid unterwegs. Und daraus überwachst du auch Content. Also das ist auch das, was die Leute, was die Leute sehen wollen, nicht? Ja, es ist so ein Mix halt. Also mein Video ist eigentlich immer ähnlich aufgebaut. Erstmal so ein Makro-Teil, um die, um über den Tellerrand zu blicken, um einfach auch mal so einen generellen Trend zu haben und dann im letzten Teil des Videos geht es halt um die kurzfristige Geschichte. Also ich versuche da immer so ein bisschen alles abzudecken. Es ist jetzt nicht nur Trading-Content, wo ich irgendwie 20 Minuten irgendwelche Charts analysiere, sondern versuche halt da so einen ganzheitlichen Blick drauf zu werfen.
SPEAKER_00Du bist, du hast gerade kurz im Nebensatz erwähnt, glaube ich, du investierst nicht in Altcoins, du bist aber auch da betraut, betreut, betraut, betraut, glaube ich, sagt man. Also es tut sich ja auch da einiges. Ich versuche da auch immer tolerant zu bleiben, auch wenn ich dafür von den Bitcoin-Maxis oft gehatet werde. Also wie viel Prozent Bitcoin-Maxi bist du denn jetzt?
SPEAKER_01Also ich investiere eigentlich im Prinzip seit drei, vier Jahren gar nicht mehr in Altcoins. Ich habe Altbestände von damals, weil ich halt auch früh eingestiegen bin. Ich bin im Markt seit 216 und in den ersten Zyklen habe ich auch Altcoins gekauft. Und da gibt es Altbestände, die sehr stark auf dem Profit natürlich sind, aber aktiv habe ich jetzt seit drei, vier Jahren nichts mehr gekauft, weil ich auch von Altcoins einfach fundamental auch nicht überzeugt bin. Ich bin der Meinung, natürlich gibt es kurzfristige Trends, es gibt immer wieder so Hypephasen, aber ich glaube, das hat man im vergangenen Zyklus auch gesehen, das trägt halt nicht langfristig, vor allem dann nicht für ein Spot-Portfolio. Bei uns in Deutschland nach einem Jahr sowieso ja möchte man ja ein Spot-Investment mindestens mal ein Jahr halten. Und aus meiner Sicht gehen diese Altcoin-Trends nie so lange, dass man da irgendwie sinnvoll investieren kann. Kann man natürlich, aber für mich ist dann Aufwandertrag nicht gut genug und die Opportunitätskosten und das Risiko mir einfach, das lohnt sich für mich nicht mehr. Und da gehe ich, wenn dann überhaupt über den Future Markt mal vielleicht kurzfristig rein. Aber jetzt fundamental mit Altcoins, damit beschäftige ich mich eigentlich seit Jahren nicht mehr und ich berichte auch wirklich gar nicht darüber, so was jetzt bei irgendeinem Projekt für ein Update kommt und wie die die Welt verändern wollen, etc. Das kommt bei mir gar nicht mehr. Kam früher eigentlich auch sehr wenig und jetzt eigentlich gar nicht mehr.
SPEAKER_00Gut, das passt natürlich auch zum Markt. Wir haben uns, glaube ich, auch vor allem im vergangenen Bullmarkt sehr stark auf Bitcoin konzentriert, das hast du auch den Futures Markt erwähnt. Also auch diese Produkte, die rund um Bitcoin gebaut werden am Finanzmarkt, die werden ja immer umfangreicher, immer nützlicher sozusagen. Wie siehst du denn jetzt aktuell, ganz bräundaktuell eigentlich den Markt? Weil, wie gesagt, wir haben es im Vorgespräch kurz angemerkt, ja, ich war noch im Gym, dann war ich in der Dusche und während ich in der Dusche war, um 3,5% gestiegen, jetzt am Montag auf Vormittag. Wir sind relativ klar überhalb dieser berühmten 50 Wochen Moving Average und wenn das so bleibt, dann muss ich bald den Bullenmarkt ausrufen. Wie geht's dir damit?
SPEAKER_01Sieht auf jeden Fall nicht schlecht aus. Also generell das Sentiment ist, glaube ich, im Markt sehr zwiegespalten. Ist, glaube ich, eine sehr gehasste Rallye, weil viele einfach auf tiefere Tiefs gewartet haben und davor hatte ich halt gewarnt, dass irgendwie, ich hatte so ein bisschen das Gefühl im Vergleich auch zum vergangenen Bärenmarkt, da waren wir irgendwie bei 17.000, 18.000 und alle haben auf diese ominösen 12.000 Dollar gewartet und waren dann auf der Seitenlinie und dann ging es hoch. Also sieht aktuell nicht schlecht aus. Wir haben das hoch vom Mai rausgenommen, der höchste Stand seit Januar, aber trotzdem sind die Risiken ja immer noch da. Also ich versuche da immer nicht nur schwarz oder weiß zu denken. Ich habe bei den Tiefs im Mai und jetzt zuletzt auch unter 60.000 Spot gekauft. Also ich mache keinen, bei Spot mache ich keinen Sparplan. Ich empfehle zwar einen Sparplan an diejenigen, die irgendwie passiv investieren möchten und nicht so viel Zeit reinstecken möchten, aber ich bin tagtäglich am Markt und verfolge das und versuche da einfach meine Einstiege selber zu planen und gezielt zu setzen. Trotzdem muss man sagen, okay, wir sind jetzt auch fast 30% jetzt in den letzten drei Monaten gestiegen. Jetzt kommen die ganzen Leute, die jetzt an der Seitenlinie standen und auf 40.000, 50.000 Dollar gewartet haben, die laufen jetzt natürlich hinterher. Also diese einfache Theorie kommt dann wieder ins Spiel. Ja, wenn wir das hoch vom Mai überbieten, dann ist der Bullenmarkt bestätigt. Für mich ist immer so ein Bullenmarkt nicht bei einem Überbieten eines Levels irgendwie bestätigt, sondern ich schaue mir eher so die Korrekturphasen dann an, die ja kommen wird auf jeden Fall. Also irgendwann wird es wieder Gewinnmitnahmen geben und da schaue ich mir so die Struktur an. Wie ist dann die Nachfrage? Wenn wir jetzt einen Rücksetzer wieder bekommen, vielleicht von 10%, ist dann die Spot-Nachfrage noch da oder wird einfach auf breiter Front abverkauft, warum korrigieren wir? Und für mich entscheidet sich so ein Switch von Bärenmarkt auf Bullenmarkt nicht bei einem Anstieg, sondern bei einer Korrektur eher. Also da schaue ich eher drauf. Und aktuell sieht es, wie gesagt, gut aus, aber 100% bestätigt ist natürlich nichts. Also da muss man immer vorsichtig sein.
SPEAKER_00Ja, wann ist es 100% bestätigt, wenn wir Oldtime-High haben? Das ist natürlich doof, ja. Wobei es passt dann gut, weil dann kommt doch erst eigentlich die Aufmerksamkeit im Mainstream, ja. Derzeit redet ja keiner über Bitcoin, auch immer ist das Thema, keine Ahnung, AI, Zinsen, aber auch bei den Aktienmärkten geht es wieder rauf. Ganz kurz zur Korrektur, weil das interessiert mich. Kannst du das kurz erklären, auch für Leiden, was du damit meinst? Also, weil wenn wir jetzt runter korrigieren auf 40.000, auf das, was wir erwartet hatten, ja klar, dann war es das noch nicht. Aber du meinst ja eher die Bewegung oder die kürzere Bewegung der Korrektur.
SPEAKER_01Genau, also ich schaue mir da verschiedene Metriken an. Einer meiner Lieblingsmetriken sind halt auch, den Vorteil haben wir ja hier im Markt, dass wir auf On-Chain-Daten blicken können. Wir können ganz genau sehen, welche Akteure tun was und zu welchem Preis haben sie zum Beispiel gekauft. Und einer der wichtigsten Metriken für mich ist immer der durchschnittliche Einstandskurs der kurzfristigen Investoren. Das ist so die Cost-Basis, Short-Term-Holler-Cost-Basis. Die liegt aktuell bei so 71.000 US-Dollar. Da gibt es schöne Charts, kann man sich jeden Tag anschauen. Kann ich dir gerne auch im Nachgang mal den Link zuschicken, kannst du vielleicht gerne einblenden. Und bevor wir den Anstieg hatten, war das immer so die notwendige Bedingung für mich, dass wir erstmal überhaupt darüber kommen, dass die kurzfristigen Investoren nicht unter Wasser stehen. Und was wir in den vergangenen Phasen gesehen haben, in den vergangenen Zyklen von Bärenmarkt zu Bullenmarkt, ist, dass der Kurs über diese Marke gestiegen ist und dann irgendwann wieder diese Marke getestet hat. Und wichtig ist es dann, diese Marke nur zu testen und nicht nochmal zu unterbieten, weil wenn wir das unterbieten, dann sind die kurzfristigen Investoren wieder unter Wasser, die verkaufen dann schnell wieder, weil sie dann Panik bekommen und nicht überzeugt sind von Bitcoin-Touristen, nenne ich die mal immer. Und solche Level sind dann für mich wichtig. Halten diese On-Chain-Daten, die dieser wichtigen Preis-Level bei einer Korrektur oder fallen wir drunter auf sowas achte ich. Und in diesen Phasen, wie gesagt, kann man ja dann auch ganz schön sehen mit den ganzen Exchange-Daten, wer treibt die Bewegung? Ist es jetzt über den Future-Markt Shortseller oder Liquidierung oder wird dann auch wirklich Spot verkauft? Also sowas ist dann immer für mich relevant.
SPEAKER_00Sind diese Daten verlässlich? Also quasi kannst du da wirklich sagen, okay, das war es jetzt, oder ist das ein Hinweis und der Rest ist Gefühl oder wie gehst du dann damit um?
SPEAKER_01Ja, also verlässlich in dem Sinne, dass du sagst, okay, 100%, wir haben ja gerade schon gesagt, hundertprozentige Sicherheit gibt es halt nie. Für mich ist es immer, wie du schon sagst, in Richtung Wahrscheinlichkeiten gehe ich da, in Richtung Kondition, welche Bedingungen brauche ich, um eine Entscheidung zu treffen. Und es ist so, ich vergleiche das immer so ein bisschen wie Pokerspielen. Also du hast eine Hand und du entscheidest aufgrund deiner Hand und aufgrund der Tatsache, was auf dem Tisch liegt. Und du musst deine Entscheidung am Ende des Tages bewerten. Natürlich kannst du auch mit einer super Hand dann noch verlieren und eine falsche Entscheidung im Nachgang treffen, aber solange die Entscheidung statistisch gesehen sozusagen richtig war, wirst du langfristig halt erfolgreich sein. Und deswegen versuche ich dann eine Confluence aus verschiedenen Daten, aus verschiedenen Blickwinkeln für mich zu finden und daraus halt die Wahrscheinlichkeit auf mich oder auf meine Seite zu bringen und dadurch dann halt langfristig profitabel zu sein. Natürlich kann es sein, dass der Retest dann klappt und irgendwas anderes passiert, irgendwas, keine Ahnung, ein neuer Krieg bricht aus und dann ist jede Analyse wieder hinfällig. Und dann geht es natürlich dann auch immer um Risikomanagement. Also wie viel setze ich ein, wie viel habe ich noch in der Hinterhand und gehe nicht einfach immer schwarz oder feiß, weil das sieht man ja immer wieder, vor allem auf Social Media, diese absoluten Aussagen, absoluten Prognosen, sich immer 100% sicher sein und das Gefühl vermitteln, ich weiß ganz genau, was passieren wird. Ich habe hier eine Glaskugel zu Hause und ich kenne alle Szenarien und danach handle ich und so ist es halt in der Praxis nicht. Und deswegen geht es halt eher um Wahrscheinlichkeiten und um Konditionen für mich.
SPEAKER_00Hast du nicht den Eindruck, dass das auch verlangt wird von dir als Content Creator, als Analyst, wenn man so möchte? Weil die, die, also ich habe immer den Eindruck, so Zweifel kommen gar nicht gut.
SPEAKER_01Das ist leider auch so ein bisschen das Problem von Social Media generell. Also absolute Aussagen sorgen für absolute oder emotionale Rückmeldungen dann in der Community, das sorgt dann für Interaktion, für Kommentare, das wird dann von Algorithmus dann natürlich dann auch weiter gepusht. Natürlich möchten die Leute genau solche Aussagen dann auch hören, weil viele wollen ja auch die Entscheidung abgenommen bekommen. Aber weil ich ja für mich weiß, dass es eben halt so nicht funktioniert, kann ich das halt auch nicht so vermitteln. Macht man vielleicht ein bisschen weniger Klicks, aber langfristig ist man dann trotzdem, glaube ich, erfolgreicher, würde ich sagen.
SPEAKER_00Ich bin ja jetzt, was diese Rallye betrifft, ein bisschen biased und in einer gewissen Zwickmühle. Weil ich habe tatsächlich jetzt im Bärenmarkt angefangen, den Preis stärker auch im Mittelpunkt von einigen Videos zu stellen, was ich vorher relativ wenig getan habe. Und ich habe im Mai, als wir raufgegangen sind, gesagt, Leute, Vorsicht, Bärenmarkt-Rallye, das war es noch nicht. Und ich habe auch immer gesagt, ich gehe ja davon aus, dass wir bis in den Herbst, bis in September, Oktober brauchen, bis ein Tief kommt. Aber, aber dann tatsächlich am 30. Juni, also eigentlich am Tag oder fast am Boden, ein Video noch gemacht, hey Leute, die Stimmung ist so beschissen, jetzt werde ich schon wieder fast bullish. Und das habe ich tatsächlich gut getroffen. So, jetzt hängt sozusagen diese Story davon ab, ob das jetzt so bleibt oder nicht. Und ich, also mein Problem ist, ich stehe noch immer zu dem, was ich damals gesagt habe. Wir hatten zwar nur 50% Abverkauf und ich habe jetzt auch beim Blog, ich weiß gerade beim Blogtrainer-Event am Wochenende und habe dann auch einen Vortrag gehalten, vielleicht mache ich dazu auch noch ein Video über die neuesten Daten aus Wall Street und BlackRock und so weiter. Und mir scheint ein bisschen, als wäre quasi auch aus Perspektive der Ultra-Profis eine fallende Volatilität, ein nicht allzu starker Bullmarkt und ein schwacher Bärenmarkt genau das, was denen in den Kram passt.
SPEAKER_01Klar, also ich glaube, das liegt auch irgendwo in der Natur. Du hast ja gerade erwähnt, wir bekommen immer mehr Produkte über die Wall Street, immer mehr Liquidität, heißt die Volatilität geht runter. Und ich glaube für die Planbarkeit, vor allem für die großen Akteure, ist das schon etwas, was gesehen wird und auch das auf jeden Fall auch begrüßt wird, dass halt ja die Schwankungen nicht so groß sind. Ich habe halt so ein bisschen das Problem damit gehabt, wie gesagt, ich habe diesen Vergleich dann irgendwie mit dem letzten Bärenmarkt gezogen, dass das Sentiment so schlecht war, wie du schon auch gerade gesagt hast. Und gefühlt jeder nochmal tiefere Kurse ausgesprochen hat. Also ähnlich wie wir es damals gesehen haben, 12.000, nein, der fällt auf 10.000, nein, der fällt auf 8.000, ist nie passiert. Und dann war meine These halt, okay, wer jetzt auf diese Kurse wartet, der lebt halt gefährlich, weil wenn es dann einmal hoch geht, dann steht man auf der Seitenlinie. Und wir hatten, man muss ja auch sagen, das war jetzt der Start dieser Rallye, den wir jetzt gesehen haben, der war ja auch von außen initiiert. Der war jetzt nicht aus dem Nichts, sondern durch aus meiner Sicht US-Finanzminister Scott Besson, der ja angekündigt hat, okay, hier ist unsere Schmerzgrenze erreicht, wir müssen unsere Buybacks verdoppeln, sogar dann am Ende verdreifachen. Es ging gar nicht um die Summe, also in einem Billionen-Dollar-Markt, hier ob man 2 Milliarden oder 6 Milliarden investiert, darum ging es nicht, aber einfach ein Signal gesendet, okay, die Zinsen sind zu hoch, wir müssen jetzt unsere Schulden wieder zurück selber kaufen. Und das ist ja etwas, was für Bitcoin sehr positiv ist in dem Sinne, weil man ganz genau weiß, okay, davon profitiert Bitcoin, wenn vor allem die eigenen Staatsanleihen wieder zurückgekauft werden. Und das kann man auch sehr gut sehen. Also ab dem Zeitpunkt ist auch Gold sehr gut gelaufen und die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold ist seit dem Zeitpunkt auf ein Mehrjahreshoch gestiegen. Also es war nicht intern sozusagen von Bitcoin losgelöst und ausgelöst, sondern einfach der Funken kam halt von außen. Und das war halt sozusagen das Problem für die Leute, die auf tiefere Kurse gewartet haben.
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SPEAKER_01Ja, das stimmt, ja.
SPEAKER_00Welche anderen Dinge beobachtest du, wenn du sagst, du machst Makroanalyse? Also was sind für dich die anderen Charts, die du im Auge hast oder die anderen Märkte, die du sagst, die sind relevant?
SPEAKER_01Also für mich geht es da immer um übergeordnete Sachen, also keine Charts, die ich mir irgendwie täglich anschaue. Also ich bin einfach der festen Überzeugung, dass die ganze Schuldenproblematik der Schuldenberge in den USA nur durch eine finanzielle Repression gelöst werden kann. Also durch die Entwertung des Geldes. Und gleichzeitig beobachten wir aber trotzdem natürlich irgendwie gerade so einen Konflikt zwischen US-Finanzministerium und der US-Notenbank. Auf der einen Seite US-Finanzministerium, die jetzt, wie gesagt, versuchen, die Zinsen zu drücken, durch natürlich kein neues Geld drucken, sondern einfach durch die Umstrukturierung der Schulden. Auf der anderen Seite haben wir einen neuen Fettschef, der sagt, okay, wir müssen die Inflation bekämpfen. Und beides Hand in Hand funktioniert eigentlich nicht. Also du brauchst ja schon höhere Zinsen, um die Inflation zu bekämpfen. Und trotzdem passieren halt diese Dinge gleichzeitig. Und aus diesem Aspekt heraus muss man dann aber natürlich immer schauen, was passiert in der Welt. Also dieser ganze Iran-Konflikt zum Beispiel. Ich trade dann auch Öl als Beispiel. Ach, du hast wirklich, du tradest Öl. Ich habe. Vor allem am Anfang des Iran-Konflikts sehr aktiv getradet, weil bei jeder Meldung, dass sich jetzt eine Entspannung jetzt anbahnt, war ich der Meinung, das wird nicht so schnell passieren. Hab jeden Dip gefühlt gekauft, habe in da Trades eingegangen, bis ich dann gemerkt habe, okay, der Markt spielt das gar nicht mehr so. Und ich bin der festen Überzeugung, der Preis wird auf jeden Fall früher oder später wieder hochlaufen. Und dann habe ich sozusagen einen Grid-Trade gemacht. Das ist ein Trade, wo du einfach eine Spanne dir festlegst und dann, wo automatisch dann sozusagen DCA gemacht wird nach dem Motto. Und ich habe mir dann die Spanne, also wir lagen bei 100 Dollar bei Öl, habe mir dann die Spanne gesetzt, 70 oder 75 Dollar, dann noch einen Puffer gehabt und hab gesagt, hoch, gehen wir maximal bis 130. Diese Analyse kam dann halt auch zustande mit Fair Value und halt auch Prognosen ab, wann gibt es eine Nachfragezerstörung. Und was dann passiert ist, es wurde sehr oft dann einfach Frieden eingepreist, weil jeden zweiten Tag gab es einen Friedensstil, aber fundamental und geopolitisch hat sich ja nichts geändert. Und die Straße von Humus war zu und dann habe ich einfach diesen Trade laufen gelassen. Der war zeitweise halt sehr stark im Minus, weil, wie gesagt, der Markt es abgekauft hat, dass es bald einen Frieden geben wird. Gab es halt nie und jetzt sind wir wieder bei 100 Dollar. Und das sorgt natürlich auch dafür, dass die Inflationserwartung wieder steigt. Und das ist ja auch der Grund, warum die Zinsen wieder so hoch sind am langen Ende bei den Staatsanleihen, weil viele haben ja die Annahme, dass die Fed entscheidet jetzt darüber, ob die Zinsen steigen, gehalten werden oder gesenkt werden und darüber ändern sich dann auch direkt die Zinsen am langen Ende, worüber sich dann die US, die USA dann refinanzieren. Aber das entscheidet ja der Markt. Der Markt verlangt ja eine Risikoprämie für die Laufzeit, für die Inflationserwartung und am langen Ende vor allem hat die FED eigentlich kaum irgendwie eine Macht, irgendwie das zu beeinflussen, außer mit Aussagen, mit Forward Guidance sozusagen, was kommt in der Zukunft. Und da sagt der Kevin Walsh, der FET-Chef, nee, das wollen wir gar nicht, wir wollen gar nicht so in die Zukunft einblicken lassen. Und deswegen steigen halt die Zinsen. Das muss man halt alles auf dem Schirm haben. Und für mich ist aber am Ende das Ding, weil viele ja dann argumentieren, ja, die Zinsen steigen das ja negativ für Bitcoin. Ja, aber ich glaube.
SPEAKER_00Ich wollte gerade sagen, ja, jetzt wollte ich, aber gut, sorry, jetzt hatte ich dich aufgehalten.
SPEAKER_01Alles gut, alles gut. Weil das ist ja dann die Annahme und das ist irgendwo ja auch richtig, aber ich glaube, der Markt geht schon inzwischen so weit, dass sie halt ein paar Schritte weiter denkt. Und genau da kommen wir wieder zurück zu Scott Bessent, weil irgendwann ist halt eine Schmerzgrenze erreicht für die USA. Die haben so einen großen Schuldenberg, so große Defizite. Was würde denn passieren, wenn die Zinsen noch weiter steigen würden? Sie müssten halt irgendwann selber wieder eingreifen und ihre eigenen Schulden zurückkaufen. Jetzt aktuell liegt das Problem beim US-Finanzministerium, heißt, es wird kein frisches Geld gedruckt, sondern nur einfach kurze Schulden in lange Schulden umgewandelt, damit halt die Zinsen ein bisschen gedrückt werden oder zumindest gehalten werden und Signale gesendet werden, halt das zum Markt nach dem Motto, okay, hier ist unsere Schmerzgrenze. Aber aus meiner Sicht, irgendwann wird ein Schmerzpunkt auch ankommen bei der FED, wo dann die FED sagen muss, okay, wir müssen, so wie 2020, 2021, Geld drucken, um unsere eigenen Schulden zurückzukaufen. Weil wir haben ja das Problem in den USA, die Zinsen fallen, weil die Inflationserwartung steigt, wegen Energiekrise, wegen dem Iran-Konflikt. Wir haben zweitens das Problem, dass die Nachfrage einbricht nach US-Schulden. China kauft nicht mehr, Japan hat eigene Probleme, kann nicht mehr so kaufen wie in der Vergangenheit. Und wir haben die KI-Thematik. Also die ganzen KI-Unternehmen, die finanzieren sich ja auch gerade über sehr lang laufende Schulden und die müssen natürlich, also da entsteht ja eine sehr große Nachfrage für Leute, die jetzt normalerweise vielleicht in US-Staatsanleihen reingegangen werden. Die geben jetzt lieber ihr Geld an KI-Unternehmen, weil sie denken, okay, da kriege ich bessere Renditen und das Ding ist sicherer. Und dadurch bricht die Nachfrage auch nochmal bei US-Staatsanleihen ein und dadurch steigen die Zinsen erneut. Also ich glaube, früher oder später wird es einfach wieder der Gelddrucker angehen müssen, weil die Nachfrage nach US-Staatsanleihen einfach fehlt.
SPEAKER_00Trotz einer bereits aktiven Inflation, auch ölgetriebenen Inflation, trotz hoher Zinsen jetzt schon oder steigender Zinsen, gehen wir weiter davon aus, dass die Inflation auch steigt, was ja auch wiederum ins Bild von dieser finanziellen Repression passt, irgendwo. Es geht eigentlich gar nicht anders.
SPEAKER_01Es geht nicht anders, ja. Also die sind in einer Sackgasse, also im Iran-Konflikt sind die in einer Sackgasse, aber auch geldpolitisch und schuldentechnisch sind die auch in einer Sackgasse. Also die haben gar nicht mehr diese Freiräume oder Handlungsspielräume da so zu agieren, wie sie es eigentlich in der Vergangenheit getan hätten. Also wenn man sich vorstellt, wie lange die Inflation nicht bei dem 2%-Ziel ist, sie hätten eigentlich schon viel früher agieren müssen, viel aggressiver dagegen vorgehen müssen. Das tun sie nicht, weil sie es erstens nicht können. Und ich glaube auch zweitens, weil sie auch selber wissen, durch eine höhere Inflation kann man natürlich dann halt auch die Schulden sehr schön entwerten. Also das ist aus meiner Sicht der einzige Ausweg aus dieser ganzen Schuldenproblematik, weil wir haben ja ganz genau gesehen, Trump kam an die Macht, hat schön Elon Musk ins Boot geholt, hat gesagt, ja, was können wir denn tun? Wir können die Ausgaben senken. Doge Department wurde einberufen, was hat es gebracht? Der hat ein paar Millionen vielleicht gespart oder vielleicht eine Milliarde, ich weiß es jetzt gar nicht, was es am Ende war. Bei einem 40 Billionen Dollar Schuldenberg absolut keine Rolle gespielt. Dann, was kann man noch tun? Die Einnahmen natürlich erhöhen, hatte auch Trump versucht, mit Zöllen etc. Absolut irrelevant. Also die Summen sind da auch nicht wirklich relevant, wenn man sich die Defizite anschaut. Also was bleibt übrig? Ausgaben verringern, hat nicht geklappt. Einnahmen erhöhen hat nicht geklappt. Also bleibt nur noch der dritte Ausweg, finanzielle Repression über Geldentwertung, halt die Schulden real zu verringern.
SPEAKER_00Und wir reden da ja jetzt mal nur von den USA, weil die den Takt vorgeben, aber das Schuldenproblem haben wir überall. Das ist jetzt nichts nichts. Gut, es ist vielleicht doch Luft nach oben. In Deutschland wäre zum Beispiel noch Luft nach oben. Tatsächlich. Also Deutschland könnte ja noch ordentlich Schulden aufnehmen, wenn sie wüssten, wofür sie das Geld ausgeben. By the way, ich war ja jetzt eben gerade in Köln. Was ist denn da mit dem Dieselpreis los? What the hell? Ich wusste das nicht. Ich bin ja so ein böser Tesla-Fahrer. Und komme ich drauf, was zahlt man in Deutschland für Diesel? Was? 2,70 oder wie pro Liter?
SPEAKER_01Ich tanke auch keinen Diesel, aber ich glaube, das kommt hin. So 2,50, 260, 2,70 ist auf jeden Fall sehr hoch, aber man muss auch sagen, es ist in Amerika ja auch schon jetzt auf Rekordstände. Also Diesel ist global einfach hoch. Und da sieht man, es gibt ja so die sogenannten Crack-Spreads. Also man schaut sich an, wie die Differenz ist zwischen Rohöl und den Endprodukten und den raffinerierten Endprodukten und die sind auch auf Mehrjahreshoch. Also wir haben schon einen hohen Ölpreis und dann haben wir noch eine hohe Differenz zu den Endprodukten und das wird sich dann natürlich früher oder später ordentlich auf die Inflation dann auch ausschlagen.
SPEAKER_00Was ja auch absolut crazy ist, ich weiß nicht, ob du das beobachtet hast, die ganze Straße von Hamus Bitcoin-Mautgeschichte. Da gab es eine Meldung, dann wurde die eingeführt, dann hat man lange nichts gehört und jetzt gerade vor ein paar Tagen haben die Amerikaner eine Sanktion gegen eine iranische Bank oder eine iranische Finanzeinrichtung erlassen, weil die angeblich hunderte Millionen für die iranische Regierung in Bitcoin bewegt, gewaschen, was auch immer haben, aus dieser Straße von Hamos. Also wie da auch eigentlich an der Bitcoin-Community vorbei, ja, obwohl das ja alles irgendwo On-Chain hätte passieren müssen, offenbar wirklich viel Geld bewegt wurde, um diese Ölschiffe durch diese enge zu bekommen, erfahren wir jetzt erst.
SPEAKER_01Habe ich tatsächlich gar nicht mitbekommen. Also ich habe mitbekommen, dass ein Krypto-Börse auch sanktioniert worden ist, aber ich hatte es jetzt nicht mitbekommen, dass es mit der Straße von Homus zu tun hat, tatsächlich. Angeblich. Okay. Ich weiß es nicht und ja, ist schon interessant. Aber ja, was sollen die auch machen? Die sind ja komplett abgekapselt finanziell oder aus dem Finanzsystem. Was bleibt übrig? Stablecoins könnten sie machen, aber. Die können wir auch abschalten. Ja, USCT kann man eben halt einfach abschalten. Dann bleibt einfach nur noch ein Bitcoin übrig im Prinzip, wo man weiß, okay, das kann man nicht einfach abschalten. Aber die Zugänge kann man dann halt anscheinend sanktionieren. Ich weiß jetzt nicht, welche Effekte das jetzt auf den Iran hat. Aber ich glaube, für Bitcoin ist es jetzt nicht wirklich relevant, was da jetzt in der Straße wohnt muss. Meinst du, das ist relevant? Ich glaube, es ist höchstens relevant, dass man das vielleicht als Argument dann wieder gegen Bitcoin nutzen kann. Und das werden wir wahrscheinlich auch irgendwelche Politiker irgendwann auch tun oder tun sie vielleicht auch schon. Aber jetzt für den Bitcoin-Preis und den Fortschritt von Bitcoin oder die Adoption von Bitcoin hat es, glaube ich, für mich persönlich keine große Rolle.
SPEAKER_00Ich bin mir da nicht so sicher, weil erstens können wir schon, also sagen wir mal, die Perspektive aus Washington. Auch schon als der Iran das gemacht hat und gesagt hat, wir nehmen jetzt Bitcoin, kam eigentlich gegenüber Bitcoin direkt nichts. Da kam gar kein Mucken aus Washington. Klar, wollen sie das nicht und so weiter, aber da kam nix. Jetzt haben sie diese Sanktionen erlassen, okay, das hätten sie bei jeder anderen Finanztransaktion auch gemacht, aber die Tatsache, dass an dieser wichtigsten Meerenge der Welt, durch die der wichtigste Rohstoff der Welt geführt wird, jetzt die Maut in Bitcoin erhoben wird und quasi zu einem offiziellen, globalen Zahlungsmittel gemacht wird, mit einem direkten Kodex zu Öl, das ist für mich schon relevant. Also wenn wir den Pizza-Dee feiern, dann müssen wir auch den Hormuz-Dee im Auge haben. Wir müssen ja nicht feiern. Ich weiß schon, dass es dann alles sehr kritisch und alles sehr politisch, aber rein faktisch gesehen hat das schon Relevanz. Und wer weiß, wer weiß, vielleicht hat auch der Boden, den wir gefunden haben, damit einen Zusammenhang. Das werden wir nie wissen, ja. Aber timingmäßig wird es schon passen. Also deswegen finde ich, man sollte halt ein Auge drauf haben, ohne das zu überhypen, also gar keine Frage, ja.
SPEAKER_01Okay, das Argument verstehe ich schon, habe ich jetzt nicht aus der Perspektive jetzt für mich betrachtet, aber ja, also die Umstände sind halt nicht so schön, dass man, wie du schon sagst, dass man das jetzt irgendwie groß feiern sollte oder könnte, finde ich. Aber, zeigt aber trotzdem die positive Eigenschaft von Bitcoin. Also, wenn genau in so einer Situation wird halt Bitcoin genutzt und kann benutzt werden und es macht irgendwo auch dann vielleicht nur Sinn, Bitcoin zu nutzen. Es gibt eigentlich kaum eine Alternative. Weil das hatten wir auch am Anfang des Iran-Konflikts. Die ganzen Menschen, die in Dubai gelebt haben oder immer noch leben, die dann abgehauen sind, weil da Raketen eingeschlagen sind, die haben jetzt ihre teuren Autos nicht mitnehmen können oder ihre großen Goldbestände oder Immobilien, was haben sie gemacht? Das hat man ja auch gesehen in den Exchangedaten dann in der jeweiligen Region, dass dann halt auch Bitcoin gekauft worden ist, um sein Vermögen zu sichern, um mit diesem Vermögen dann auch aus dieser Region zu fliehen in der Situation. Also das sieht man schon. Ich glaube, das ist auf jeden Fall auch ein Punkt von Bitcoin, was kein anderes Asset mitbringt.
SPEAKER_00Stell dir vor, es kommt tatsächlich zu einer kriegerischen Auseinandersetzung in Taiwan. Die Chinesen greifen an und die extrem hochtechnologisierte Bevölkerung in Taiwan muss überlegen, was sie jetzt machen. Klar, das ist so für mich das einzige Szenario, wo wir jetzt noch wieder derzeit, aus derzeitiger Sicht, das einzige Szenario, wo wir wieder zurückkrachen könnten in ein letztes Bärenmarkttiv, wäre so eine richtige Liquiditätskrise, wie wir sie 2020 rund um den Corona-Crash gesehen haben. Also wenn wir jetzt noch einmal aus irgendeinem Grund einen Black Swan um die Ecke biegt und das würde dann, wie du richtig gesagt hast, eigentlich nur das Gelddrucken beschleunigen, aber dazwischen hätten wir nochmal so eine Bereinigung drinnen. Aber auch die, ja, naja, gut, das ist bei Black Swans ist es so, dass man die jetzt nicht kommen sieht. Wobei Corona hätte man ein bisschen kommen sehen können. Jetzt derzeit sehe ich eigentlich nichts, ja.
SPEAKER_01Ja, aus meiner Sicht, aber sagst du genau den richtigen Punkt, auf jede Krise folgt ja im Prinzip wieder dann das Gelddrucken und jede Krise ist dann sozusagen eine neue Chance einzukaufen, aus meiner Sicht. Also der Markus Koch, der sagt das ja immer wieder, die Welt geht halt selten unter und solange sie nicht untergeht, ist jede Krise eine gute Chance einzukaufen. Weil am Ende des Tages, auf jede solche Liquiditätskrise folgt halt der Gelddrucker, weil anders kommt man ja aus dieser Krise dann auch nicht raus.
SPEAKER_00Genau genommen, dann sind wir jetzt schon mittendrin. Hast du, also jetzt sind wir mittendrin in die Bewegung Richtung Gelddrucke, würde ich sagen. Beobachtest du die Aktienmärkte dann auch?
SPEAKER_01Also ich investiere auch am Aktienmarkt, aber eher so ein bisschen passiver über ETFs und ich bin da jetzt keiner, der Stockpicking macht oder so, aber trotzdem verfolge ich den Aktienmarkt in dem Sinne, weil halt auch Bitcoin eine gewisse Korrelation zum Aktienmarkt hat. Also ich bin der festen Überzeugung, wenn jetzt am Aktienmarkt vor allem durch die KI-Thematik irgendwann jetzt eine größere Korrektur kommt, sagen wir mal, 20, 30 Prozent beim SP, da wird auch Bitcoin aus meiner Sicht dann in dieser Phase auch mit runter leiden. Deswegen verfolge ich das schon, ja. Aber die Korrektur hatten wir schon.
SPEAKER_00Ja, die hatten wir doch schon. Die war schon, wann war die? Das war im Februar.
SPEAKER_01Das war so, ja. Und Bitcoin hat vergleichsweise sich besser gehalten, aber es lag aus meiner Sicht auch daran, weil Bitcoin vorher schon seine Korrektur hatte. Also Bitcoin hat so ein bisschen die Bewegung vorweggenommen, dann kam die Korrektur am Aktienmarkt. Deswegen gab es da jetzt bei Bitcoin nicht nochmal einen größeren Verkaufsdruck. Aber ich würde sagen, wenn es jetzt so einen übergeordneten, nochmal größeren Trendbruch gibt, wo es vielleicht auch fundamentaler dann irgendwo auch in Frage gestellt wird, machen die Investitionen in dem Sinne, in der Größenordnung im KI-Sektor, machen die Sinn und können diese Unternehmen diese Kredite zurückzahlen, können die die erwirtschaften? Das sind so Fragen, die werden wir nicht in den nächsten Wochen und Monaten beantwortet bekommen. Aber es kann natürlich dann irgendwann zu einem Punkt kommen, wo gewisse Player dann wegbrechen. Ich bin auch der Überzeugung, vor allem im KI-Sektor wird es, glaube ich, darauf hinauslaufen, dass ein, zwei große Unternehmen das dann alles dominieren werden und der Rest wird dann halt wegbrechen. Die ganzen kleineren KI-Unternehmen werden dann Probleme bekommen und was das dann für das gesamte Ökosystem dann für eine Folge hat, das wird man dann halt sehen. Und ich glaube, in so einem Szenario und generell in so einer Finanzkrise oder Wirtschaftskrise, weil viele, diese ganzen Crash-Propheten, jedes Jahr gibt es ja dann sozusagen die neue Prognose, ey, dieses Jahr kommt dann die Rezession. Ich glaube, vor allem in so einer rezessiven Phase wird Bitcoin auf jeden Fall auch unter Druck geraten, weil dann ist halt risk-of angesagt, wenn die Leute ihre Jobs verlieren, die Miete nicht mehr zahlen können, Kühlschrank nicht vollkriegen, was verkaufen sie als erstes? Natürlich die Assets, die erstens liquide sind, wo sie denken, okay, da habe ich die größte Volatilität, das größte Risiko. Und das ist für viele leider immer noch Bitcoin.
SPEAKER_00Ich weiß, viele von euch legen Wert auf einen Bitcoin-Anbieter, der nicht nur ein guter Broker ist, sondern ein echter langfristiger Partner. Und Coinfinity ist für mich genau das und das bereits seit vielen Jahren. Du profitierst von einem in Europa regulierten Unternehmen, das für maximale Verlässlichkeit steht. Bekommst 0% Spread ein knallhartes Argument für faire Preise. Für den stressfreien Aufbau deines Bitcoin-Vermögens ist der Sparplan wunderbar einfach einrichten und vergessen. Was mich besonders beeindruckt, dein Supportanliegen wird ernst genommen, du kannst die Experten nicht nur über einen Chat erreichen, sondern auch ganz klassisch anrufen. Und das bei Coinfinity-Expertenarbeiten sieht man auch an wunderbaren und hochwertigen Bildungsinhalten zu Bitcoin. Für alle, die größere Pläne haben, wenn du ein Unternehmen führst oder über 100.000 Euro investieren willst, hat Coinfinity spezielle maßgeschneiderte Welflösungen für dich. Das ist der professionelle Ansatz, den ich dir empfehle. Denk dran, dein Vorteil, mit dem Code was Bitcoin bringt, bekommst du 21% Rabatt auf die Gebühren in den ersten sechs Monaten. Alle Infos findest du bei coinfinity.co gleich reinschauen. Ich kenne das Gefühl. Man nutzt Bitcoin und Krypto und nach kurzer Zeit ist der Überblick über Käufe, Verkäufe und Wallets einfach weg. Und dann kommt die Steuererklärung und du weißt gar nicht, wo du anfangen sollst. Aber das muss nicht sein. CoinTracking nimmt dir diesen Stress einfach ab. Über 2 Millionen Nutzer vertrauen der Plattform seit 2012. Du verbindest einfach deine Wallets und Börsen und CoinTracking zeigt dir sofort dein komplettes Portfolio mit Gewinnen und Verlusten. Egal ob einfache Trades, NFTs, Staking oder DeFi. Und den Steuerbericht für dein Land erstellt es dir quasi auf Knopfdruck. Einfach verbinden, importieren, fertig. Und weil ich weiß, dass viele von euch CoinTracking ohnehin ausprobieren wollen, mit meinem Link gibt es 10% Rabatt auf die Gebühren und wenn du mit Bitcoin zahlst, was bei CoinTracking natürlich geht, nochmal 5% extra obendrauf. Schaut euch das einfach mal an, der Link ist in meiner Beschreibung. Vielleicht glaubst du an Bitcoin, aber dein Portfolio steckt noch komplett in klassischen Wertpapieren. Oder du willst Familie und Firma absichern, ohne dich mit Private Keys oder Verwahrung beschäftigen zu müssen. Dann schau dir die Lösungen von Inkrementum an. Die Investmentfonds, gemanagt von den Experten Mark Walleck und Ronald Stöfene, kombinieren Bitcoin, Gold und andere Werte und bieten so eine smarte Lösung für alle, die Inflationsschutz suchen und gleichzeitig flexibel bleiben wollen. Zusätzlich bietet Inkrementum auch exzellentes Research through Bitcoin und Gold. Pflichtlektüre für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. Schau vorbei auf incrementum.li slash Bitcoin. Ich würde das leider gar nicht unterstreichen, ehrlich gesagt. Weil du hast ja, du kaufst es natürlich aufgrund des Risikos bzw. des Profits und es ist halt pure Liquidität. Ich kann Bitcoin 24.7 quasi verkaufen und das ist ein Feature, kein Bug. Und das muss Bitcoin schon ertragen. Bitcoin hat schon so vieles ertragen, da wird es das auch noch überleben. Auf jeden Fall.
SPEAKER_01Mit leider meine ich auch nicht eher die Eigenschaft sozusagen, dass es liquider ist, sondern dass die Menschen es als Risk-on-Asset ansehen. Aus meiner Sicht ist es eher ein Risk-Off-Asset, aber solange die breite Masse das nicht so handelt und so wahrnimmt, ist es halt ein Risk-on-Asset und in risikoreichen Situationen wird es dann halt abverkauft. Aber ja, wie gesagt, auch das kann man natürlich dann immer wieder als Chance sehen.
SPEAKER_00Auch nicht zu vergessen, was du vorher wunderbar beschrieben hast, dass natürlich das Gelddrucken dann kommt, finanzielle Repression, die Schuldenproblematik und so. Bitcoin geht ja auf Alters zurück. Ich meine, dafür wurde ja Bitcoin de facto erfunden als Anthese, als Gegengift irgendwo, dass Chancellons on the Brink of Second Bailout for Banks am 3. Januar 2009. Damals hatten wir noch viel kleinere Summen. Die Summen müssen immer steigen, wenn es um eine Krise geht. Ich persönlich ehrlich gesagt, ja, mal sehen, ob das jetzt heute kommt. Wir hatten jetzt eine ganz große, wirklich große Krise seit der Finanzkrise und das war eben Corona. Sonst geht es so ein bisschen hin und her. Selbst die Kriege sind jetzt noch nicht, haben jetzt noch nicht dazu geführt, dass die Axelmärkte wirklich nachgeben, weil natürlich dieser ganze Geldputz, dieses Zweifelsfall wird gedruckt, das ist inzwischen eben wie allen bekannt. Und ich glaube, das ist auch richtig. Und ja, ich bin bei dir, dass Bitcoin as a risk-of-asset irgendwann mal, eines Tages will it's a crash game, by which Bitcoin notes. That's this, but derzeit is it not so quite. Und ich habe auch mal in einem Video gesagt, mir ist der Clarity Act eigentlich ziemlich egal, weil diese ganzen politischen Dinge, die sind wenn überhaupt schon eingepreist, wenn überhaupt, und für Bitcoin ist es auch ziemlich egal. Und jetzt kommt der Clarity Act nicht und es sieht so aus, als wäre das Bitcoin ziemlich egal, beziehungsweise steigt sogar, weil der Clarity Act jetzt abgelehnt wurde oder wie siehst du das?
SPEAKER_01Da habe ich tatsächlich gestern noch ein Video zu gemacht, habe ich auch eine klare Meinung, weil auch diese These hatten dann viele. Clarity Act ist jetzt nicht durchgegangen, warum crashen wir jetzt nicht? Wir hätten doch jetzt crashen müssen. Erstens bin ich auch voll bei dir, für Bitcoin ist der Clarity Act deutlich irrelevanter als für die Altcoins. Also bei Bitcoin sind die Eigenschaften klar, die Zuständigkeiten klar. Da kommt ja auch nichts Neues. Es geht ja beim Clarity Act vor allem auch um Stablecoins, um die Renditen bei Stablecoins. Was dürfen Alcoin-Projekte, was dürfen Herausgeber von Altcoin-Projekten? Basisszenario war ja sowieso, dass das jetzt erstmal im Senaten nicht durchgeht. Heißt, das war jetzt erstmal keine große Überraschung. Was aber jetzt in der Folge passiert ist, und die Alcoins haben ja in den letzten Tagen sehr stark performt, vor allem so die dezentralen Börsen wie Uniswap oder Hyper Liquid. Als Gesetz kam es jetzt nicht durch und jetzt kamen halt die Behörden SEC, also die US-Börsenaufsicht und die CFDC, die ja für Rohstoff und Derivate zuständig sind, und die haben jetzt im Prinzip gesagt, beziehungsweise die Chefs von den Behörden, ja wenn ihr das als Gesetz nicht durchkriegt, dann machen wir es halt selber. Und jetzt haben sie ja schon in der Zwischenzeit, die SEC hat schon was angekündigt, die CFDC hat was angekündigt, also pro Kryptoregelung einzubringen, also Tokenisierung und dass man Ausnahmen macht für dezentrale Protokolle etc. pp. Der große Unterschied ist aber, Das muss man halt auch wissen. Es ist mit so einer Regelung von einer Aufsichtsbehörde nicht so stark verankert wie durch ein Gesetz, was durch den Kongress läuft. Also, man darf nicht vergessen, Midterms stehen jetzt an am 3. November, so wie jetzt gerade die Prognosen aussehen, werden die Demokraten die beiden Kammern gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt sofort die Chefs der Behörden dann ausgetauscht werden, weil die ernenn der Präsident. Also bis Präsidentschaftswahl 2028 haben wir da schon eine Klarheit, aber wenn es dann dann irgendwann einen Politikwechsel gibt und, keine Ahnung, eine Janet Yellen oder so Finanzaussicht leitet und dann irgendwie Anti-Krypto ist, Anti-Bitcoin ist, dann kann es sich natürlich dann auch wieder in die andere Richtung entwickeln. Also mit so einem Gesetz wäre es auf jeden Fall deutlich stärker verankert. Und trotzdem muss man aber auch sagen, diese ganzen Kritikpunkte, die die Demokraten einbringen, rund um Trump, dass er sich die Taschen voll gemacht hat, ja, das stimmt doch, da kann man ja auch wirklich nichts sagen. Wenn er 1,4 Milliarden allein im letzten Jahr dadurch gemacht hat, dass er irgendwelche Kryptoprojekte und Meme-Coins auf den Markt gebracht hat, dann darf man sich nicht beschweren. Das ist natürlich dann als Gegenargument auch absolut legitim. Ich glaube, die Altcoins profitieren, wie gesagt, jetzt aktuell dadurch, dass die einzelnen Behörden jetzt selber proaktiv pro Kryptoregelung einbringen, aber die sind, wie gesagt, nicht so stark verankert und können halt auch irgendwann rückgängig gemacht werden, wenn es einen Politikwechsel gibt und wenn die Köpfe in den Behörden halt auch getauscht werden, wenn es einen beispielsweise einen neuen Präsidenten gibt oder was auch immer. Ich habe auch gestern unter meinem Video einen Kommentar oder mehrere Kommentare gelesen, ja, wenn denn die Demokraten gewinnen, dann kann es ja auch ein Amtsenthebungsverfahren geben, etc. gegen Trump, dann könnte es sogar schneller gehen. Ja, werden wir sehen, so oder so. Ich glaube, für Bitcoin ist, wie du schon sagst, das nicht so relevant. Das ist, glaube ich, eher relevanter für die Altcoins.
SPEAKER_00Also, also Amtsenthebungsverfahren weiß ich nicht, ja, da möchte ich jetzt gar nicht reingehen, dass davon träumen die Demokraten seit schon seit seit Trump 1 eigentlich, ja. Also das sehe ich ehrlich gesagt nicht. Eine Midterm Election Depot, die Demokraten ausgeht, könnte das nochmal den Markt durchrütteln. Auch schwer zu sagen, weil einerseits, auf der einen Seite sind ja die Demokraten auch eher die Partei des lockeren Geldes, andererseits sind eigentlich beide Parteien lockeres Geld. Und drittens, wenn wir jetzt davon ausgehen, dass die Demokraten gewinnen, dann ist das ja auch schon eingepreist. Also das ist ja dann auch keine Überraschung mehr. Und was Amtsenthebungsverfahren betrifft, muss ich auch sagen, Trump ist dann jetzt nicht unwichtig und hat da sicher eine Rolle zu spielen, aber du kannst gegen Larry Fink kannst du kein Amtsenthebungsverfahren machen. Und der ist mir wichtiger als Donald Trump. Wenn BlackRock, also ich meine, Larry Fink hat ja selbst den Boden dieses Mal markiert. Der ist ja am 15. Juli im Fernsehen gesessen und hat gesagt, wir glauben, der Boden ist drin. Und wenn Larry Fink das sagt, dann hören da schon viele hin und da ist mir dann auch egal, was Trump macht. Die ganze Meme-Coin-Taschenvollgeschichte, das ist wieder ein Sub-Ding, dass die Amerikaner da eigentlich komplett am Rad drehen und inzwischen alles egal ist. Das ist leider Gottes ein Zeichen für Fiat Endgame, aber macht natürlich auch jetzt keinen Schlanken. Vielleicht macht der März noch eine Meme-Coin, ich weiß nicht. Letzte Amtshandlung.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, der März, wenn er sowas macht, dann kriegt er höchstens 100 Dollar werden da vielleicht rein investiert. Keine Milliarden auf jeden Fall. Ja, bin ich voll bei dir, bin ich voll bei dir. Also habe ich gestern auch in meinem Video so gesagt, auch wenn die Demokraten die Midterms gewinnen, da wird jetzt nicht so schnell was passieren. Und wie gesagt, es ist für Bitcoin auch nicht so relevant. Da bin ich voll bei dir, das, was in der Politik passiert. Im Prinzip die ganzen Versprechungen, die da vor den Wahlen stattgefunden haben, wurden ja auch im Prinzip nicht wirklich in dem Sinne eingehalten oder die Erwartungshaltung war ja auch zu hoch. Also es war jetzt nicht so, dass Bitcoin irgendwie davon lebt, dass jetzt eine Bitcoin-Reserve jetzt kommt in den USA in den nächsten Monaten. Das Thema ist aus meiner Sicht jetzt viel langfristiger und generell ist es aber trotzdem positiv, wenn die USA als Staat natürlich da nicht dagegen arbeiten. Das war ja vorher der Fall. Und auch bei den Demokraten muss man aus meiner Sicht sagen, auch da gab es ja auch jetzt einen Wandel. Wenn man sich anschaut im Repräsentantenhaus, haben, glaube ich, 70, 80 Demokraten auch für den Clarity Act gestimmt. Also es ist jetzt auch nicht mehr so, dass die Demokraten als Ganzes irgendwie Anti-Krypto, Anti-Bitcoin wären. Und ja, deswegen ist es.
SPEAKER_00Ich meine, Trump hat ja eindeutig auch hingestellt und gesagt: Hello, Bitcoiners. Das war natürlich politisch.
SPEAKER_01Ja, klar.
SPEAKER_00Aber das hat funktioniert. Und einer derartig überzeugten Gruppe von Menschen quasi direkt in die Kandare zu fahren und zu sagen, wir wollen doch nicht, wir sind dagegen, so wie das manche Demokraten machen, das ist ja politisch auch bescheuert. Das verschwindet ja auch deswegen nicht. Also an der Wall Street ist es dann verankert in zwei Jahren erst recht. Es verschwindet ja jetzt nicht. Ich glaube, was dahinter steht, ist wahrscheinlich viel simpler. Es geht wahrscheinlich wirklich einfach um diesen Streit, dürfen Stablecoins Yields auszahlen. Und der Bankensektor versucht, das mit allen Mitteln zu verhindern und dass die amerikanischen Politiker gewisses Naheverhältnis zu gewissen Lobbygruppen unterhalten, ist jetzt auch nichts Neues. Und ich glaube, das ist ja jetzt zumindest mal gelungen mit dem Clarity Act. Oder diese eine Sache ist mal vom Tisch.
SPEAKER_01Ja, das war, also wäre es auch so jetzt durchgegangen in dieser Woche oder in der vergangenen Woche, also es war ja auch schon sozusagen aus dem Raum, so automatische Zinsen auf Stablecoins hätte es eh nicht gegeben, da hat sich ja der Bankensektor sozusagen durchgesetzt. Aber auf der anderen Seite muss man ja auch sich in Erinnerung rufen, warum überhaupt der US-Staat ein Interesse daran hat, dass heißt Stablecoin weg, Markt wächst, weil auch dadurch ja natürlich Nachfrage wieder, da kommen wir, machen wir wieder einen Bogen zu den US-Staatsanleihen. Die sind nicht so positiv gegenüber Stablecoins, weil irgendwie die Blockchain-Technologie so cool ist und weil die sich freuen, dass jeder dann irgendwie Stablecoins nutzen kann. Nee, die wollen natürlich, dass da Liquidität aufgesorgt wird und dass diese Stablecoin-Emittenten entsprechend die Rücklagen halt in US-Staatsanleihen legen und dadurch dann halt die Zinsen wieder ein bisschen gerückt werden und die US-Staatsschulden halt günstiger refinanziert werden. Ich glaube, das ist auch ein Interesse, was auf jeden Fall da ist, was auch nicht irgendwie morgen verschwinden wird. Ich glaube, das ist auf jeden Fall ein großes Potenzial für die USA, um da die eigene Schuldenthematik so ein bisschen besser zu gestalten.
SPEAKER_00Da kommen die Dinge zusammen, oder? Einerseits, Stablecoins bedeutet, du kannst die ganze Welt dollarisieren. Jeder darf irgendwie auf seinem Handy, egal ob Afrika, Südamerika, Asien, in Stablecoins machen. Die Europäer stemmen sich eh mit Händen und Füßen dagegen. Das wiederum erzeugt Nutzung für den Dollar, Nachfrage nach US-Staatsanleihen. Und auf der anderen Seite, je größer du auch den amerikanischen Bitcoin-Markt aufbläst, desto mehr Kapital fließt auch wieder in den amerikanischen Markt hinein. Das darf man auch nicht drunter schätzen, dass das eindeutig einer der Gründe ist, dass das gemacht wird. Also man sagt einfach nein, bevor das Kapital abfließt, machen wir einfach auch Bitcoin und das scheint ja auch gut zu funktionieren. Absolut, ja. Hast du ein Preisziel? Gibst du das aus? Oder anders gesagt, du hast vorher von Fair Value beim Öl gesprochen. Gibt es sowas wie Fair Value bei Bitcoin? Schaust du das Powerlow an? Wie machst du das?
SPEAKER_01Da habe ich auch tatsächlich, es ist in einem Chart alles, also diese kurzfristige Investorengruppe, deren Einstandskurs, da gibt es aus meiner Sicht gibt es da immer wieder eine Marke, wo der Kurs immer wieder reinläuft, vor allem in Bärenmärkten. Das waren auch die Punkte, wo ich dann auch gekauft habe. Das ist dieses Verhältnis zwischen Market Cap und realisierter Kapitalisierung. Wir haben halt, wie gesagt, den Vorteil, dass wir sehen können, wie viele Coins wurden zu welchem Preis bewegt. Und dann gibt es halt genau dieses Verhältnis und die Standardabweichung daraus ist dann halt so ein, muss ich dir schicken, kannst du gerne einblenden. Das ist dann so ein blauer Bereich im Chart und der Kurs läuft da immer wieder rein, vor allem in Bärenmärkten. Und das ist so ein Bereich, der ist halt dynamisch und das ist halt der Vorteil. Das ist jetzt nicht etwas, wo man sagt, ey, 50.000 ist jetzt Fair Value und in sechs Monaten ist 50.000 immer noch Fair Value. Nein, das ändert sich natürlich aufgrund des Verhaltens der Investoren-On-Chain. Also wenn jetzt über 80.000 gekauft wird, dann wandert dieser Fair Value halt auch immer weiter nach oben. Generell Kursprognosen bin ich immer so ein bisschen vorsichtig. Also ich bin der Überzeugung, früher oder später wird Bitcoin alle Marken brechen, die man sich vorstellen kann. Wenn man jetzt von Zyklus zu Zyklus denkt, ich wäre, glaube ich, zufrieden und hätte nichts dagegen, wenn wir bei 200.000 im nächsten Zyklus landen. Also ich bin jetzt keiner, der sagt, okay, nächstes Jahr oder übernächstes Jahr im Bullenmarkt sind wir jetzt bei 500.000. Da versuche ich immer so ein bisschen die Kirche im Dorf zu lassen für meine eigene Erwartungshaltung, aber auch für die Erwartungshaltung der Zuschauer. Das war auch im letzten Bullenmarkt, so wo ich gesagt habe, ey, ab über 100.000 US-Dollar kann man aus meiner Sicht, wenn man sehr früh im Bitcoin eingestiegen ist, wenn man aktiv handeln möchte, Spotmark-Gewinne realisieren. Einfach vielleicht mal auch fürs Gefühl, einfach mal 5% verkaufen, dass man nicht dann das Gefühl bekommt, wenn es dann runtergeht, dass man was verpasst hat. Und ich war nie derjenige, der ihm gesagt hat, ja, wir gehen auf jeden Fall auf 200.000, 300.000 Dollar, weil ich glaube, so schnell funktioniert das halt auch einfach nicht mehr.
SPEAKER_00So, extrem spannend ist, dass du quasi als Fair Value dann die unteren Böden eigentlich siehst. Ich meine, das ist eher ein alter Trick unter Bitcoin, dass man einfach die absoluten Tiefststände bewertet und sonst gar nichts. Das sorgt für weniger Euphorie. Ich habe schon gefragt, wegen dem Power Law, weil wir da ja quasi an die Medianlinie gegangen sind, quasi an die Fair Value-Linie gegangen sind im letzten Bull-Markt. Und dann nicht mehr, das wäre jetzt dann so in einem theoretischen zukünftigen Bullmarkt, ja, irgendwas zwischen 200.0300.000 tatsächlich. Aber das sind jetzt alles, das ist Café Satzläserei, bitte keine Finanzberatung, was auch immer. Und ja, gerne schick mir den Chart, ich werde den einblenden bzw. in den verlinken für alle, die das auf Audio hören. Nicht jetzt im Auto auf den Bildschirm schauen, sondern einfach nachher in Ruhe reinschauen. Furkan, vielen lieben Dank, das war extrem spannend. Ich glaube, das war der perfekte Tag für dieses Update und wir haben ein wunderschönes Portbouri hier aller Themen, glaube ich, abgedeckt. Wo kann man dich denn finden? Wo soll man dir denn folgen?
SPEAKER_01Ich bin besonders aktiv auf YouTube, unter Coincheck TV und vor allem halt auch auf X für schnelle Updates, für News, die frisch reinkommen. Da findet man mich unter meinem Namen einfach. Also die beiden Plattformen sind eigentlich die einzigen, wo ich aktiv bin.
SPEAKER_00Cool. Werde ich alles einblenden bzw. verlinken. Danke für deine Zeit und bis zum nächsten Mal. Danke für die Einladung. Ciao, ciao. Ciao. Ich hoffe, euch hat diese Folge von was Bitcoin bringt gefallen. Und wenn dem so ist, dann lasst doch gerne 5 Sterne bei Apple Spotify da oder ein Like auf YouTube. Ein Subscription auf YouTube. Das freut mich auch immer. Da könnt ihr dann auch Kommentare hinterlassen oder ihr schreibt mir eine Mail an hallo at was bitcoinbringt.com. Vielen Dank auch an die absoluten Legenden von euch, die das Ganze über Fountain hören oder andere Value for Value Apps und immer wieder auch Satz rüberschicken. Dafür bin ich mega dankbar. Das ist mega motivierend. Besucht auch unbedingt meine Sponsoren, unsere Sponsoren, die uns unterstützen und auch Codes zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel Coinfinity, wie 21 Energy, wie Bitbox, wo ihr mit was Bitcoin bringt, günstiger einkaufen könnt. Und die Liste an Vorteilen, die euch dieser Code bringt, die ganze Zeit, die könnt ihr auch finden auf was Bitcoinbringt.com. Schaut euch da unbedingt die Vorteile an. Vielen Dank fürs Dabeisein. Bis zum nächsten Mal. Euer Nico.