Was Bitcoin bringt - mit Niko Jilch

Das Wunder von Milei: Wie dieser Libertäre ein ganzes Land rettet | Markus Turm

Binifico Season 5 Episode 36

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Argentinien wagt nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Niedergangs und der Hyperinflation ein beispielloses libertäres Experiment unter Präsident Javier Milei. Gemeinsam mit Markus Turm werfe ich einen detaillierten Blick auf die radikalen Reformen in Südamerika, wo Ministerien halbiert, tausende Gesetze gestrichen und der Staatshaushalt radikal saniert wurden. Wir analysieren die realen Auswirkungen auf die Armutsquote, den plötzlichen Boom im Rohstoffsektor durch Gas und Lithium sowie die Frage, ob diese kompromisslose Marktwirtschaft als Vorbild für die wirtschaftlich stagnierenden Staaten in Europa dienen kann.


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SPEAKER_00

Willkommen bei Was Bitcoin bringt, der Bitcoin-Podcast aus Wien präsentiert von Coinfinity. Der Markus Turm ist da. Servus, Markus. Servus. Wir machen heute einen Ausflug. Wir fahren nämlich geistig nach Argentinien, nach Buenos Aires, wo ich ja auch 2008 gelebt habe. Unbedingt mal wieder hin möchte. Und jetzt habe ich so richtig Lust, denn der Markus erzählt mir, wie es läuft mit dem Javier Mile. Hab ich's richtig ausgesprochen?

SPEAKER_01

Ja, diesmal.

SPEAKER_00

Er hat es richtig ausgesprochen. Wie läuft es in einem Wort? Perfekt. Perfekt, wirklich? Ja. Also wir sind auch kritisch, wir sind auch kritisch, aber wir schauen uns an, was er so alles gefunden hat über die Fortschritte von Javier Mile, vom libertären Experiment in Argentinien, die nach der dritten Hyperinflation mal gesagt haben, wir probieren mal was anderes, wir wählen mal einen Populisten mit Ausführenden Economics Hintergrund. Und ja, Wirtschaft steigt, den Menschen geht es besser, die Menschen wollen im Land bleiben und am Schluss sprechen wir dann auch darüber, dass Österreich dann die Möglichkeit haben wird, bei der Fußball-WM gegen Argentinien zu gewinnen. Es gibt ein Tippspiel übrigens von 21, auch das werden wir verlinken. Und auch darum geht es ganz genauso wie um dieses Ding hier, das mir der Markus mitgebracht hat. Eine Liste, auf der nichts draufsteht, eine Sache, die wir gleich am Anfang der Folge auflösen werden. Und jetzt habt ihr noch Zeit, kurz reinzuschauen bei Bitbox, um eure Bitcoin in Selbstverwahrung zu holen, kurz bevor oder lange oder was auch immer der Bullenmarkt wieder losgeht. Bitbox Swiss natürlich die Hardware Wallet aus der Schweiz, Open Source. Ich verwende sie wahnsinnig gerne. Die Software ist leak selbsterklärend und auch auf Deutsch. Und na kann man super seine Bitcoin mitnehmen, beispielsweise nach Argentinien. Code was Bitcoin bringt oder Link in der Beschreibung für 5%. Und jetzt geht's los mit Argentinien, dort wo das Wirtschaftswachstum auch bei 5% liegt. Herzlich willkommen zurück, Markus Turm, bei was Bitcoin bringt. Verstecked hinter the mask. Hello, Markus.

SPEAKER_01

Hallo, hallo, servus. GM, must we say it's a bit more.

SPEAKER_00

We read hearing not over Bitcoin. We read heute over Javi Millet. Have you always spoken? This one should, yeah. It's a folder that we gave when?

SPEAKER_01

This was in October 23. Kann man jetzt auf YouTube nochmal nachschauen, aber ich glaube it was in October 23. 23. That's crazy. This war before er Präsident wurde.

SPEAKER_00

Wirklich? Du bist eine Art Millet-Prophet. Hast du damals ja behauptet. Habe ich schon behauptet. Du erinnerst dich besser an meine vergangenen Folgen, als ich das tue.

SPEAKER_01

Ja, wir hatten damals eine Folge, bevor er Präsident wurde, und das war halt, weil du mit Anita Porsche hattest schon einen Podcast hast und zum Schluss hast du gesagt, da gibt es ja diesen Havi Millai. Das konnte ich mir nicht anhören. Und dann habe ich die sofort geschrieben: Nico, das spricht man anders aus und hier, und hab dir alle möglichen Sachen geschickt. Und da hatten wir damals unsere Folge gemacht.

SPEAKER_00

Ich kann mich erinnern, dass du das wirklich davor war. For mich, natürlich aus mehreren Gründen spannend. Du weißt, ich habe in Argentinien lived and ich kann, and einer der Grundspeaking, where ich heute hier sitze, einer der Grund, which I mean for inflation interessiert and then später auch for the Australian School for Economics and for Gold and for Bitcoin was my error in Argentinien.

SPEAKER_01

And this was genau among the 30. And zwary Argentin's gone and a video game on Twitter, wood so ein kleiner Schreibhals. Normalerweise had we clicked. But there were young people in public and they had this don't fret on me, libertaire fame. And okay, what young people who libertarian. And then I'm a argentischen Kumpel geschickt anders gefragt, was der erzählt. And then meinte, ah, der schimpft über Sozialisten and so weiter. And this gefällt mir. And then ging es halt weiter. Ich muss jetzt gerade schauen, 20. April 2022 habe ich ihm nochmal geschrieben und habe gesagt, this was the next president. And dann hat der Argentiner gesagt, there was niemals Präsident. Aber es ist schon verrückt: the erste Politiker, den du magst, hat er dann geschrieben.

SPEAKER_00

Vor allem auch wirklich verrückt, dass wir in einer Timeline leben, in der dann ein Milet tatsächlich Präsident wurde, was ich auch nicht geglaubt hätte. Ich habe es wahrscheinlich auch nicht geglaubt, dass wir 23 darüber gesprochen haben.

SPEAKER_01

Das Interessante war, ich habe mir die Folge nochmal angeschaut. Also das war so ein bisschen, für uns war es halt verrückt, dass er überhaupt so weit gekommen ist, ob er Präsident wird oder nicht. Wir hatten eher Angst, dass, wenn er Präsident wird, dass er dann keine Macht im Parlament hat, was ja auch stimmt, er hatte, glaube ich, 10% Abgeordnete oder so. Und dass es wieder ein Reihenfall für den Liberalismus wird.

SPEAKER_00

Dass das dann scheitert und alle sagen können, schaut, der ist gescheitert. Was sie ja wirklich verzweifelt versucht haben. Also du konntest ja wirklich, der war ja am Anfang, glaube ich, rechtsaußen und dann nach den gewonnenen Mitterms, jetzt vor knapp ein paar Monaten, haben sie dann plötzlich auf ultraliberal runtergetrimmt. Also sie gewöhnen sich langsam an ihn. Er ist ja auch beim World Economic Forum aufgetreten und hat dort irgendwo denen an den Kopf gewaschen, aber gleichzeitig auch sozusagen Respekt gezollt den globalen Vertretern.

SPEAKER_01

Ich glaube, wir sollten vielleicht etwas chronologisch vorgehen.

SPEAKER_00

Und zwar, bevor wir chronologisch vorgehen, würde ich gerne sozusagen zur Basis. Also du bist jemand, der sich mit Argentinien viel beschäftigt, du hast argentinische Kumpels und bist jemand, der auch mit dem Sozialismus seine Erfahrungen hat, denn, und ich glaube, das ist wichtig, dass du sozusagen sagt du bist also Deutscher mit Migrationshintergrund aus Rumänien.

SPEAKER_01

Deutscher mit Migrationshintergrund, genau.

SPEAKER_00

Ja, naja. In dem Fall ist es ja korrekt, oder? Also ich finde, du heißt nämlich, in Wahrheit ist Markus Turm nicht ein richtiger Name, sondern Markus Turmesco. Genau.

SPEAKER_01

Du kannst anscheinend schon sehr gut Rumänisch. Aber ich würde dir gerne noch was schenken zu unserer letzten Folge. Und zwar hat das einen Künstler gemacht hier, wieder mal der MX-Art. Bei der letzten Folge haben wir darüber geredet. Ich habe gesagt, das Tolle am Millet ist, dass er die Leute erreicht mit einfacher Sprache. Und dann lag halt so ein weißes Blatt Papier da und habe das hochgehalten und habe gesagt, ciao, Nico, was ist das? Und dann meintest du ein leeres Blatt Papier. Und dann habe ich gesagt, nee, das sind die Liste aller Länder, wo Sozialismus funktioniert hat. Und an dieser Liste hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern. Und deshalb hat der Künstler das hier eingerahmt und da sind alle Länder drauf.

SPEAKER_00

Dankeschön. List of all countries that experience an economic miracle through socialism. Und die Liste ist natürlich leer. Non-found, data check twice. Vielen lieben und ein schönes Bitcoin-Zeichen noch hier. Vielen lieben Dank, Markus. Es fängt ja schon mal damit an, dass ein Melee eben auch von Sozialismus spricht, in Austrian Sinne. Während er, ich glaube, die wenigsten in Argentinien unter dem, was vor ihm war, überhaupt Sozialismus verstanden hätten.

SPEAKER_01

Ich weiß nicht. Also ich würde schon sagen, dass das Sozialismus ist. Also ich glaube, die wenigsten wissen, wie es richtig zuging in Argentinien. Das hat ja schon einen Grund, warum das alles so zusammengebrochen ist. Wenn man allein schon die Kirchner-Area sieht, also von Nestor Kirchner und dann später seine Frau Christina Kirchner, die mir gestorben ist, was haben die denn großartig für eine Politik dort betrieben? Also es war vor allem Preiskontrolle, Subvention.

SPEAKER_00

Ja, das klingt da Österreich, das ist ja nicht ganz wild anders.

SPEAKER_01

Und Enteignung. Enteignung fanden ganz viel statt. Und zwar hatte das auch mit den Preiskontrollen zu tun. Wenn man sich anschaut, der Nestor Kirchner, der hat dann angefangen, die Preise zum Beispiel für Öl und Gas zu kontrollieren oder für Flugzeugtickets und so weiter. Und dann haben die Unternehmen, wie zum Beispiel die Fluggesellschaft, die damals privat war, die Aerolinas, Argentina, spricht mir die Haupt so aus, ich weiß nicht. Kann schon sein, kann es sein. Und der staatliche Ölkonzern, die haben natürlich nicht staatlich, der war damals privat, die haben nicht mehr investiert, weil du hast ja sozusagen einen gedeckelten Preis hast und hast ja da nichts mehr verdient. Und da haben die nichts mehr investiert und dann hat die Politik gesagt, ja, weil die halt nichts mehr investieren, enteignen wir die, weil das ist sozusagen wichtig für den Staat. Und dann haben die ja die Unternehmen enteignet.

SPEAKER_00

Weil die sind ja so böse, die stecken sich ja die Gewinne alle selbst. Die haben sich die Gewinne alle selbst eingesteckt. Ich glaube, deswegen ist das auch wichtig. Wir reden natürlich bei Argentinien von einer potenziellen Zukunft auch für uns in Westeuropa, weil eben die diese ganzen Phasen schneller durchgemacht haben.

SPEAKER_01

Die Mechanismen sind halt sehr, sehr ähnlich. Es gab schon verrückte Auswüchse in Argentinien. Zum Beispiel hat der Nestor Kirchner ein Exportverbot für argentinisches Rindfleisch erlassen.

SPEAKER_00

Ja, klar, macht Sinn. Das ist auch das Einzige, was sie exportieren.

SPEAKER_01

Weil das argentinische Rindfleisch ist ja auch super gut. Und das sollen ja die Argentinier essen. Und deshalb hat man den Bauern halt verboten, das zu exportieren, mit ein paar Ausnahmen und so, wie es halt immer so ist. Und dann gab es auf einmal ganz, ganz viel argentinisch Rindfleisch in den Supermärkten und die Preise sind zusammengebrochen. Und was könntest du dir vorstellen, was ist dann die Folge von dessen aufs nächste Jahr?

SPEAKER_00

Eine Subvention für argentinische Rindfleischbauern?

SPEAKER_01

Nee, das haben sie nicht gemacht, aber die Bauern haben sich natürlich gesagt: dann machen wir halt was anderes. Die Herden sind um 20 Prozent zusammengebrochen. Also die haben halt dann beschlossen, wir bauen jetzt Soja an. Schön mit Glyphosat gedüngt halt, oder nee, glyphosatisch kein Dünger.

SPEAKER_00

Glyphosatisch, dieses. Also halt chemisch gedüngt, ja. Genau.

SPEAKER_01

Chemisch halt da was draufgehauen und schön die Böden kaputt gemacht. Und dieses Soja, das wurde dann nach China exportiert, um an Schweine verfüttert zu werden. Statt gutes argentinisches Rindfleisch hat man dann Soja angebaut, um Schweine zu füttern, China. Also ich finde halt, man hasst die Sozialisten halt noch viel zu wenig für solche Dinge. Man hat sozusagen das Land kaputt gemacht, man hat schlechtere Produkte hergestellt. Natürlich haben die Bauern versucht, Auswege zu finden, was anderes anzubauen. Dann wurde dieses ganze Soja Exportsteuer drauf gepackt. 30, 40 Prozent und so weiter. Und Argentinien war ja auf Platz drei oder so weltweit der Länder, die halt gutes Rindfleisch exportiert haben. Und danach waren sie nicht mehr unter den Top Ten.

SPEAKER_00

Ich meine, man muss schon sagen, dass natürlich über diese negativen Effekte dummer Wirtschaftspolitik viel zu selten gesprochen wird. And we get, und deswegen habe ich es auch gesagt, das ist jetzt die Realität, in der wir leben. Wir haben eine Inflationswelle nach der anderen und wie reagiert die Politik konkret. Wir machen Obergrenzen für die Mieten, wir machen Obergrenzen für den Spritpreis, wir machen sogar Obergrenzen für Lebensmittel. Und also Preiskontrollen sind quasi die letzte Hilfe des verzweifelten Sozialisten. Jetzt ist bei uns in Österreich eher auch ein, sag ich mal, links-linker Finanzminister am Werk, der natürlich genau zu diesen Dingen greift. Aber man lässt es geschehen. Man lässt es geschehen, weil was willst du auch machen? Das ist eine gute, es kommt halt in den Medien gut an. Der macht was, der kümmert sich um die kleinen Leute, der deckelt die Dinge. Wenn du dabei auf die kleinen Anzeigen bei den Mietwohnungen siehst, in Wien zum Beispiel, der Mietmarkt komplett reguliert, ist schon lange vor the actual situation. War es immer so: Die Mietpreisdeckelung gab es für Albauwohnungen, und die meisten Wohnungen sind Albowwohnungen, Albowwohnungen unter 135 Quadratmetern. Weil du musst wissen, dass unter 135 Quadratmetern Arbeiterklasse, bei 136 Quadratmetern, fängt die Bonson-Elite an. Da können dann die Preise steigen. Und ich schwöre dir, es ist wirklich so, du geh auf Will Haben, also unsere kleinen Anzeigenplattform, schau dir nur die Fotos an. Und wenn du dir die Fotos der Wohnungen ansiehst, die mitpreis reguliert sind, dann siehst du den Investitionsstau, dann siehst du, dass dort nicht investiert wird. Du siehst, dass die Küche ist alt, die Badezimmer sind alt und die Vermieter versuchen, die Dinger nur loszuwerden. Während du natürlich bei den höherpreisigen Wohnungen hast du, dann wird investiert, weil da kannst du halt Marktpreis verlangen.

SPEAKER_02

Genau.

SPEAKER_00

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SPEAKER_01

In Argentinien war es zum Beispiel so, dass diese Ölkonzerne natürlich nicht mehr investiert haben. Und Argentinien musste plötzlich Öl aus dem Ausland importieren und Gas auch. Und übrigens beim Fleisch war es dann teilweise auch so, dass man dann von Uruguay Fleisch importieren muss. Das ist ja schon eine peinliche Nummer für Argentinien, wo es dann heißt: wir haben das beste Rindfleisch und so weiter.

SPEAKER_00

Argentinien ist, damit wir jetzt mal eine letzte Grundlage legen, weil ich das immer gerne zitiere, Argentinien ist, das ist achtmal so groß wie Deutschland, von der Fläche her, hat die Hälfte der Einwohner, von denen wiederum die Hälfte in der Hauptstadt leben. Der Rest des Landes ist de facto leer. Wunderschön. Ich habe die Statistik so im Kopf, vielleicht stimmt es auch nicht. Der zweitgrößte Nahrungsmittelproduzent der Welt, also wäre easy in der Lage, sich selbst zu ernähren und alles zu exportieren, ist gar kein Thema. Also hat ja unfassbar viele Voraussetzungen, und es gab ja mal eine Zeit, das wir jetzt auch oft zitiert: es gab ja mal eine Zeit, da wusste ich nicht, is it New York or Buenos Aires, yeah, and Buenos Aires Paris des Südens. Before eben alles schief gegangen ist, kaputt gegangen ist. But when we über Melee reden, dann reden wir ja nicht nur darüber, dass wir es mal anders versuchen, sondern auch wie erfolgreich ist, and was macht er jetzt eigentlich, um das aufzubrechen, weil this is eine Mammood-Aufgabe.

SPEAKER_01

Yeah, also the start is jacked-reguliert. Also, alles. Du hast jetzt die Mieten gehabt hier in Wien, in Argentinien war es auch so. We have unser Folge, dass die Socialisten in Argentinien das Recht so umgebaut haben, dass the president with Notstandsverordnungen reagieren can get. And that Millet stark genutzt. Er is zum Beispiel, als er in die Macht gekommen ist, wurden dann erstmal, ich glaube, von 18 Ministerien auf 8 gekürzt. In half cursories. In the last Monday, in Amt had a Staatshaushalt with 5% minus zum GDP auf plus getrammed. Das heißt, there was a complete Roscoe gefahren. Nicht ein bisschen Ender here, and we verhandeln noch ein bisschen andersame Veränderungen. That übrigens Macri vor ihm probiert. Da gab es mal einen eher liberalen Präsidenten, der hat es mit langsamen Enderungen probiert. Und das ist, glaube ich, ein großer Fehler, weil du musstest schnell abbauen, den Quatsch, damit die Wirtschaft wieder wachsen kann. Er hat den Mietmarkt komplett dereguliert. Die Folge davon war, dass die Mieten und mehr Angebot, weil die Leute sozusagen die Wohnung zurückgehalten haben. Die wollten nicht für die niedrigen Mieten vermieten. Und genau das Gegenteil war sozusagen da der Fall. Er hat ein Ministerium sogar gegründet, und das war das Ministerium für Deregulierung mit einem gewissen Sturzenberger, glaube ich, heißt der. Den hat er da eingestellt und der hat bis jetzt 15.000 Gesetze eingestampft oder verändert. Also wirklich, die Rosco ist gewaltig. Also man kann sich es eigentlich gar nicht vorstellen, so als jemand, der hier lebt. Das wäre ungefähr in Deutschland so, als würde jemand den Staatshaushalt um 200 Milliarden kürzen oder so.

SPEAKER_00

Wie wir ja gerade gelernt haben, es gibt offenbar einen Deutschen in Argentinien, der kann das. Er ist kein Deutscher, Sturzenberger ist Schweizer. Okay, okay.

SPEAKER_01

Ich habe nachgelesen, er kommt aus Außerhoden.

SPEAKER_00

Also ist er selbst wirklich aus der Schweiz noch nicht? Nein, seine Familie. Seine Familie aus Außerhoden.

SPEAKER_01

Es gibt ja noch Innerhoden, hat aber glaube ich nichts mit Hoden zu tun. Und ja, und dann hat er das halt jetzt dereguliert. Also er hat extra so jemanden eingestellt, der die gesamten Gesetze halt durchgeht und da siehst du halt immer so einen Stapel an Gesetzen, so ein großer Stapel, der kann weg. Und der andere Stapel, da schauen wir mal, wie wir das ändern, damit das einigermaßen passt. Hat ganz, ganz große Reformen durchgebracht und er hat es halt so durchgedrückt, dass er nicht durchs Parlament muss. Also mit diesen ganzen Notstandsverordnungen.

SPEAKER_00

Was jetzt natürlich bei uns in den Medien ankommt, als der böse Millet und geht das Parlament und so.

SPEAKER_01

Genau. Und er hat ganz, ganz viele Staatsangestellte entlassen. Also jetzt sind es, glaube ich, schon 50.000 oder 60.000 von 300.000. Also von 300.000 auf 240.000 runter. Und der nennt diese Staatsangestellten aber nicht Staatsangestellte, sondern Nokis. Weißt du, was Nokis sind? Kannst du dir vorstellen? Kennst du das Essen? Gnocchi. Knocki. In Argentinien war es so, die italienischen Auswanderer, die haben diese Tradition mitgebracht, dass am Ende des Monats, wenn das Geld knapp wird, am 29. Dann isst man halt Knockis, weil das halt billig war und füllt. Und diese Staatsangestellten, da sind viele eingestellt worden, die halt der Cousin oder der Bruder von einem Politiker sind oder am Wahlkampf mitgeholfen haben. Und die sind eben nur am 29. des Monats gekommen, ums Geld abzuholen. Die haben gar nicht gearbeitet. Und deshalb haben die Argentinier diese Leute, Nokis genannt. Schon vor Milet. Ja, schon vor Milet. Und da war es, in Argentinien war es halt ganz, ganz krass, auch diese ganzen Fluggesellschaften und so, die verstaatlicht wurden, die waren sozusagen ein Hort für so Leute, die Familienangehörige.

SPEAKER_00

Versorgungsposten.

SPEAKER_01

Versorgungsposten. Die hat er dann entlassen, auch zum Beispiel auch in der Fluggesellschaft. Die wollte er verstaatlichen, ging aber nicht. Privatisieren, sorry, ging aber nicht. Dann hat er jemand eingesetzt, der jetzt 20% der Mitarbeiter entlassen hat. Und die Fluggesellschaft hat sogar noch mehr Flugstrecken jetzt. Und er sagt halt immer, er hat die Knockys entlassen. Es waren ganz viele im Management, meistens halt, es waren ja keine Piloten, meistens sind es irgendwelche Leute, die halt nicht zur Arbeit kommen müssen. Und ganz, ganz viele von diesen Leuten wurden halt rausgeschmissen. Und die argentinische Fluggesellschaft, da muss man ja wissen, die wurde 2008, glaube ich, verstaatlicht und hat in diesen ganzen Jahren 800 Milliarden Verlust gemacht, die der Steuerzahler zahlen musste. Und jetzt, seit zwei Jahren, macht halt die argentinische Fluggesellschaft komischerweise Gewinne.

SPEAKER_00

Ist natürlich einer der ganz großen Kritikpunkte, die man immer so hört, ist: Naja, der pfeift auf die Armen, der lässt die alle verhungern. Diese Rosskur hat den Menschen noch stärker in die Armut getrieben und so weiter. Was ist da dran? Und was unternimmt der, um das auch abzufedern vielleicht?

SPEAKER_01

Das ist nämlich ganz interessant, weil wen trifft eigentlich die Inflation am stärksten? Das sind ja die Armen. Das sind ja nicht die Reichen, das kennen wir ja auch in unserer Gesellschaft. Die Leute, die Immobilien haben, die Aktien haben, die Bitcoin haben, die werden ja von der Inflation oft nicht getroffen, sondern erst das Gegenteil. Also wenn das Geld entwertet wird, der Asset-Preis geht halt hoch.

SPEAKER_00

Das ist wichtig zu sagen, dass natürlich die, also Millet versteht Inflation. Einer der Gründe, warum er den Staat abbauen, ist ja nicht nur, weil es ineffizient ist, sondern weil er auch versteht, dass die Inflation aus den Staatsausgaben entsteht. Und in Argentinien war es auch schon da, also jeder, der irgendwie mehr als 1000 Dollar hatte, hat das irgendwie versucht, in beim Dollarkonto zu führen und hat schon versucht, da rauszukommen. Also das ist jetzt nichts Neues, aber trotzdem. Also auf diese Kritikpunkt, was kann man da antworten?

SPEAKER_01

So, da kamen ja jetzt die neuesten Statistiken raus. Ich glaube, die Armut ist auf niedrigsten Stand seit 15 Jahren oder was? Irgendwie. Und es ist immer weiter sinken unter Millet. Ist ja auch logisch, weil die Armen, die arbeiten im inoffiziellen Sektor oder so nennt man das als Schwarzarbeit. Und da sind die Löhne irgendwie am stärksten gestiegen. Und dadurch, dass die Inflation halt die Preise nicht mehr so weite nach oben treibt, haben die Leute eigentlich effektiv mehr Geld. Deshalb fällt auch die Armutsquote. Und deshalb ist die auch jetzt stark am Fallen. Und es waren ja auch die News, glaube ich, in Deutschland, die letztens auch positiv vermerkt haben, dass Billet ja doch bei den Armen eigentlich einen ganz guten Job macht.

SPEAKER_00

Das ist so ein Beispiel für, was man in Argentinien, was ich mir an der Argentinien in Erinnerung habe. Du hast zwar den totalen Sozialismus, aber es gibt halt gewisse Bereiche, die hat man komplett dem freien Markt überlassen, wie zum Beispiel die Müllabfuhr. Was meine ich damit? Da kommen einfach die Leute aus den armen Vierteln und räumen den ganzen Müll weg und verwerten den dann, zweit verwerten den dann anderswo.

SPEAKER_01

Ist in Wien übrigens auch so, habe ich gestern gesehen.

SPEAKER_00

Ja, das ist das Flaschenpfan, was du meinst. Das sind jetzt kaum ist das Flaschenpfan, da hast du, das ist für mich total schockierend, weil es die Armut, die vorhandene Armut so sichtbar gemacht, weil du jetzt halt in der ganzen Stadt Leute hast, die in jedem Mistkübel Mülleiber schauen und dort die Flaschen rausholen.

SPEAKER_01

Sogar beim ICE, wenn der anhält, rennt sofort einer rein und läuft durch den Zug, habe ich gestern erlebt, und sucht die Lesson auf.

SPEAKER_00

Es wurde er wurde erst vor kurzem eingeführt, für Flaschen und Dosen.

SPEAKER_01

Naja, auf jeden Fall die Armut ist gesunken. Und was bei Millet halt ganz toll ist, also er hat so ein, er hat ja gesagt, für die Kinder, also die Kinder sind am stärksten davon betroffen und da hat er nicht gekürzt. Ganz im Gegenteil, er hat sogar die Ausgaben erhöht für die Kinder. Und da gibt es ein Interview, das habe ich dir geschickt mit der Frau, ich habe den Namen wieder vergessen, hat mir extra aufgeschrieben. Und zwar ist es eine Deutsche, die in Argentinien arbeitet. Christina Arheit Zap. Die ist so eine Unternehmerin, die haben da einen Mittelstandsbetrieb. Und da habe ich damals drei Monate oder so, nachdem ich Lea an der Macht war, gab es ein Interview mit so einer deutschen Gesellschaft, weiß ich nicht so, Deutsch-Argentinische Freundschaft oder irgendwie. Und auf YouTube gab es das Interview, und da hat sie erzählt, dass sie ehrenamtlich in einem Kinderheim ist. Und früher war es so, im Januar ist das Geld nicht gekommen, auch nicht im Februar, weil das Geld des Staates wurde ja nicht direkt an das Kinderheim gezahlt, sondern an eine soziale Einrichtung, also an die Gewerkschaft. Da ist es erstmal eine Zeit lang geblieben. Und dann haben die das weitergeleitet. Und bei einer Inflation von 200 Prozent im Jahr, wenn das drei Monate liegt, ist es eh schon nichts mehr wert. Und sie war richtig überrascht, das Geld kam im Januar und sogar mehr als vorher. Also es wurde für die Kinder sogar erhöht. Er hat das Kindergeld auch ausgebaut. Ich glaube, das gab es in Argentinien nur bis 12 oder 13, hat er jetzt auf 18 Jahre angehoben. Und sie hat erzählt, dass die Regierung Millet schon geschaut, dass die Kinder nicht so stark getroffen werden. Ganz im Gegenteil. And er wurde ja auch von young Leuten gewählt. The Socialist have this Wahlalter of 16 run, weil früher was so that younger people have meant Socialism gewählt. And Millet über YouTube and died that jungle Leute überwiegend Millet wählen. It's crazy. And man könnte ja auch sagen, Millet hat sozusagen seine Wählerschaft begünstigt, indem er das Kindergeld angehoben hat. Und sie hat noch eine zweite Sache erzählt, also das war die eine Geschichte mit dem Kindergeld und den sozialen Einrichtungen, weil du musst ja verstehen, wenn die Inflation so hoch ist, die Familien brechen auseinander und dann gibt es ja immer mehr Kinder. Also das erzählt sie ja auch so. In dieser Hyperinflation, die da ja fast schon geherrscht hat.

SPEAKER_00

Nee, nicht nur fast. Also es gibt ja kaum ein anderes Land, das so Posterboy für immer wieder Hyperinflation ist als Argentinien.

SPEAKER_01

Und dann hat es erzählt, es gab es halt viele Kinder, die davon betroffen sind und die Kinderheime waren voll. Und Millet hat halt dafür gesorgt, dass das Geld ankommt. Und das zweite war mit ihrem Unternehmen, sie hat so ein Metallverarbeitungsunternehmen, ich glaube, die waren irgendwie Schneidewerkzeuge oder so. Und sie konnten ihre Zuliefer nicht bezahlen. Vorher gab es halt diese zwei Kurse. Da gab es den offiziellen Kurs, der war beim Antritt Millet so bei 360 Dollar. Aber da konntest du gar nicht tauschen. Es gab noch den Schwarzmarkt-Kurs, der war irgendwo zwischen 800 und 1000 Dollar oder so.

SPEAKER_00

Ich meine, da muss man sich mal vorstellen, nur das in die Relation zu setzen. Als ich 2008 in Argentinien war, habe ich für einen Euro vier Pesos bekommen. Und keine 20 Jahre später, 15 Jahre später, bekommst du für einen Dollar 1200? Ja, so 1000.

SPEAKER_01

Also der Schwarzmarktpreis war ja sozusagen der einzige reelle Preis. Also man könnte ja sagen, das ist der wirkliche Preis, das ist der Marktpreis. Der offizielle Preis bekommst du ja nicht. Jetzt versucht sie, ihre Zulieferer zu bezahlen, und sie hat halt Pesos und versucht die in Dollar zu wechseln, um die Zulieferer im Ausland zu bezahlen. Und die Regierung sagt: Nee, es sind gar keine Dollar da. Für diesen Kurs kannst du nicht jemanden bezahlen im Ausland. So ist es, wenn du so einen Scheinkurs hast oder so einen offiziellen Kurs. Und die konnten ja sozusagen nicht mal ihre Zulieferer bezahlen und die wurden natürlich unruhig und irgendwann geht deine Firma natürlich Bankrott, wenn du, wenn du Zulieferer, die liefert dann irgendwann nicht mehr. Die verlieren ja die Geduld. Und das war auch etwas, das Melee dann schnell richten musste. Also als erstes wurde erstmal dieser offizielle Kurs von 366 auf 800 Pesos angehoben und dann langsam nach oben gesteigert, bis dann jetzt irgendwann freigegeben wurde. Ich glaube, erst vor ein paar Monaten, dass es komplett frei ist.

SPEAKER_00

Ich kann mich erinnern, vor ein paar Monaten hat es geheißen, es gibt keine Kapitalverkehrskontrollen mehr. Was ist Ihnen denn nicht gelungen? Also ich kann mich erinnern, er hat gesagt, Zentralbank wird abgeschafft, das finde ich zum Beispiel sehr sexy, aber das ist offenbar nicht geschehen.

SPEAKER_01

Ich weiß nicht, ob das funktioniert hat. Also ich weiß nicht, ob das funktioniert hätte. Stell dir mal vor, er hätte jetzt die Zentralbank wirklich abgeschafft, also wirklich komplett dicht gemacht, ob er dann lange Präsident gewesen wäre.

SPEAKER_00

Mich würde gerne interessieren, warum. Also ja, okay, vielleicht wird er dann von da, ist das zu gefährlich oder zu heikel oder zu.

SPEAKER_01

Ich glaube nicht, dass das funktioniert hätte. Also natürlich, man hat es nicht probiert. Man könnte ja sagen, okay, er hat es nicht probiert, woher wirst du es wissen, Markus? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob es funktioniert hätte, die Zentralbank komplett zumachen und dann sagen, okay, jetzt schauen wir, was passiert. Und diese sozialen Härten dann zu sehen. Er hat sich für einen anderen Weg entschieden, die Zentralbank zu rekapitalisieren. Also das große Problem war ja, du hast auf der einen Seite gar keine Dollars, die du sozusagen wechseln kannst. Die Zentralbank ist ja eigentlich auch nur eine Bank. Du hast auf der einen Seite sozusagen Haben und soll das ja sind die Pesos, die ausgegeben wurden und haben sind halt die harten, sozusagen, früher war es halt, du hattest Gold und hast halt Dollar ausgegeben. Bei der argentischen Zentralbank, die hatten ein bisschen Gold und dann hoffentlich Dollar und dann Pesos ausgegeben. Aber die hatten so wenig Dollar, dass sozusagen die Firmen nicht mehr wechseln konnten. Die konnten ja nicht hingehen und sagen, hier sind meine Pesos, ich will Dollar, um im Ausland jemanden zu bezahlen. Das ging ja nicht. Das heißt, die Bank musste erstmal kapitalisiert werden. Das hat er jetzt gemacht. Die ist jetzt, glaube ich, erst seit einer Woche oder zwei oder so, im positiven Bereich, dass sie mehr Assets hat als Liabilities, sozusagen. Und er hat sich für diesen Weg entschieden. Grundsätzlich ist eine Zentralbank in dem Sinne gar nicht so schlimm, wenn du das große Problem der Zentralbank ist ja immer die Staatsfinanzierung. Aber Millet hat ja sozusagen vom ersten Monat an keine Schulden mehr gemacht, keine neuen Schulden. Das heißt also, in dem Sinne gab es ja gar keinen Druck mehr auf den Pesos. Dadurch ist es ihm halt gelungen, den Pesos zu stabilisieren. Also du musst dir vorstellen, damals, als wir unsere Folge gemacht haben, als der Präsident wurde dann im Dezember, hatten wir irgendwo Peso-Kurse zwischen 1000 und 1500, so auf dem Schwarzmarkt. Und jetzt sind wir beim Kurs von 1400, 1350 in zweieinhalb Jahren oder zwei Jahren.

SPEAKER_00

Aber ist doch derselbe Kurs.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_00

Also, das heißt, das hat sich nicht verschlechtert, zumindest die Institution.

SPEAKER_01

Zum Beispiel die zwei Jahre davor, vor Millet, ging es, glaube ich, bei 300 Pesos los und am Ende waren es 1000. Also praktisch oder 200 Pesos sogar.

SPEAKER_00

Das ist die Stabilisierung des Staatshaushaltes führt zur Stabilisierung der Innovation.

SPEAKER_01

Genau, und dann musst du halt schauen, dass du, die Sozialisten haben halt die Zentralbank komplett geplündert, dass du die erstmal rekapitalisiert, dass du diese Bilanz erstmal richtig stellst, dass du keine Staatsausgaben mehr machst. Die haben ja immer versucht, auch im Parlament ihn dazu zu bringen, halt diese Linie zu verlassen. Also, gib mal ein bisschen mehr Geld aus für Rentner, ein bisschen mehr Geld hier. Und er hat ja immer sein Veto eingelegt und er hat gesagt, es wird nur so viel Geld ausgegeben, wie eingenommen wird. Und er schaut dann auch bei den Steuersenkungen, schaut immer, ist es möglich? Haben wir genug Plus? Haben wir genug eingespart, um wieder Steuern zu senken? Weil das ist, ich finde die Linie sehr, sehr konsequent. Also man kann es auch ein bisschen vergleichen mit einer schwäbischen Hausfrau. Du kannst halt nicht mehr Geld ausgeben, wie du einnimmst.

SPEAKER_00

Es klingt nach einem Modell, das in Deutschland auch attraktiv wäre. Es verfolgt nur niemand.

SPEAKER_01

Du musst natürlich harte Maßnahmen treffen. Du musst natürlich zusammenstreichen. Die Staatsangestellten, die ganzen Universitäten, da hat er ihnen natürlich schon die Einnahmen zusammengestrichen.

SPEAKER_00

Aber ich meine, wie gesagt, ich kann das nur vergleichen mit Österreich, weil ich das am besten kenne. Und ich sage immer, Österreich leistet sich ja auch, Deutschland wird es nicht ganz so schlimm, aber ähnlich sein. Wir leisten uns einen unfassbar großen non-produktiven Sektor im staatlichen oder staatsnahen Bereich. Entweder über sozialpartnerschaftliche Konstrukte, über die Gewerkschaft, über staatliche Unternehmen. Also das ist endlos, wo du da theoretisch streichen könntest. Das ist nur der Leidensdruck nicht so groß, dass überhaupt der Wille da ist. Und das ist ja auch der Punkt, Bagettino. Das heißt, die jungen Leute haben ihn gewählt. Die jungen Leute haben ihn diesmal gewählt, weil es, es gab diesen populistischen Libertären, der zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war. Die haben ja vorher drei komplette Hyperfaktionen mit einem Schuldenschnitt und alles mitgemacht und trotzdem noch die Sozialisten gewählt. Das darf man auch nicht unterschätzen.

SPEAKER_01

Es ist natürlich die Gefahr da, dass er irgendwann wieder verliert und die Sozialisten wieder in die Macht kommen. Diese Gefahr besteht ja.

SPEAKER_00

Dann weiß ich schon, was spiegel.de schreiben wird. Ultralibertäres Experiment in Argentinien gescheitert. Der rechtsautoritäre. Irgendwas in die Richtung wird kommen. Viele Adjektiv auf jeden Fall.

SPEAKER_01

Ja, also der Punkt ist jetzt, wird Miley es schaffen, sozusagen wieder gewählt zu werden. In zwei Jahren sind wieder Wahlen. Die Zwischenwahlen waren sehr erfolgreich. Man hat natürlich versucht, da gab es natürlich so einen Angriff auf den Pesos bei den Zwischenwahlen, da muss Donald Trump ihm helfen und ihm die Kreditlinie geben. Was aber keinen schlanken Fuß macht, natürlich. Nee, nee, die Kreditlinie wurde wieder zurückbezahlt, aber die Problematik ist natürlich: auf den Finanzmärkten haben solche Umfragen natürlich zu Problemen geführt. Du hast natürlich Argentinien hat ja jetzt auf den Finanzmärkten keinen Credit. Also die mussten ja, glaube ich, zu Zeiten der Sozialisten vor Milet 20% mehr Zinsen zahlen wie die USA. Also praktisch die US-Zinsen plus 20%. Ja, weil sie ständige Pläne gehen. Und jetzt ist, glaube ich, dieser Zuschlag auf 3, 4 Prozent, 5% gefallen. Ich weiß nicht, wo er gerade steht. Und während der Zwischenwahlen kamen halt natürlich so Umfragen raus, die dann angedeutet haben, Millet könnte verlieren. Das hat natürlich auch in Finanzmärkten für Panik gesorgt und hat das natürlich alles ins Wanken gebracht.

SPEAKER_00

Aber das ist ein ganz wichtiger Punkt, weil das haben wir hier miterlebt. Die Gefahr war, dass Millet verliert. Nicht, dass er nicht mehr Präsident ist, aber dass seine Partei die Zwischenwahlen verliert. Genau. Daraufhin haben die Finanzmärkte negativ reagiert, weil die Finanzmärkte Melee gut finden. Genau, also die Finanzmärkte finden natürlich gut. Aber in der Zeit, die bei uns stand, Finanzmärkte strafen Melee ab. Melee wackelt. Weißt du? Da wurde die Tatsache, dass die Zinsen für Argentinien raufgegangen sind und dass der argentinische Finanzplatz abgestraft wird, wurde interpretiert als Antimet. Dabei war das eigentlich ein Votum für Melee.

SPEAKER_01

Ja, aber ich meine, ich sage, was in der Zeitung steht, das halt stimmt ja in Deutschland sowieso grundsätzlich eigentlich nicht.

SPEAKER_00

Ja, schon, aber wir müssen, aber wir versuchen ja quasi das aufzuklären, wie es zu diesen Dingen kommt. Ich kann mich noch gut erinnern, am Anfang von Melee gab es dann auch auf Twitter so selbsternannte Argentinien-Experten, die wahrscheinlich noch nie dort waren, aber dass das rein ideologische Perspektive alles betrachtet haben, was er halt alles für furchtbare Dinge tut. Und ich bin mir sicher, er macht Fehler und ich bin mir sicher, es gelingt ihm nicht alles, aber ich weiß auch, dass so jemand überhaupt an die Macht kommt, bedeutet ja bereits eine völlige Verzweiflung der Bevölkerung. Ich weiß ja, wie es ist in Argentinien.

SPEAKER_01

Du hast ja bei Millet jetzt zwei Kritikergruppen. Zum einen hast du die Ultralibertären auch noch, die sagen, so wie Hoppe oder so, die sagen, das ist auch nur ein Sozialist, der hat den Staat noch nicht abgeschafft. Und auf der anderen Seite hast du die Höfgens und wie sie alle heißen, die sagen halt, das wird schief gehen, weil Millet schafft den Start-up und so weiter. Also du hast ja diese zwei Kritiker und ich muss auch sagen, das Tolle am Liberalismus ist ja folgender. Wenn du dir die Sozialisten immer anschaust, die dann jedes Projekt, das dann schief geht, das dann nicht auf unsere Liste kommt, sozusagen, die sagen dann immer, das war nicht der richtige Sozialismus. Weil den Sozialismus, den musst du immer zu 100% durchführen. Und wenn du nicht 100% durchführst, nur 99,9%, dann geht das schief. Das ist ja ihre Argumentation so meistens. Und beim Liberalismus ist es so, du kannst ein bisschen mehr Freiheit geben, es ist gut für die Menschen. Ein bisschen weniger Steuern, ein bisschen weniger Regulierung, macht das ja immer besser. Da gibt es ja Statistiken, Nico, da gibt es Statistiken, da steht danach, wie ökonomisch frei ein Land ist, und gleichzeitig siehst du, dass diese Länder weiter oben sind auf der Skala, dass sie reicher und wohl sollten.

SPEAKER_00

Es sollte jedem denkenden Menschen Volkmann einleuchten, dass die Marktwirtschaft allen anderen Formen der Organisation haussuch überlegen ist. Und wir haben endlos Beweismaterial dafür, aber die Propaganda, das Marketing is so stark. Und es gibt halt einfach viele Menschen, die der Meinung sind, wenn ich mich in die andere Richtung bewege, und leider stimmt es auch, dann muss ich eigentlich nicht viel tun und werde versorgt. Ich weiss, viele von euch legen Wert auf einen Bitcoin-Anbieter, der nicht nur ein guter Broker ist, sondern ein echter langfristiger Partner. Und Coinfinity ist für mich genau das und das bereits seit vielen Jahren. Du profitierst von einem in Europa regulierten Unternehmen, das für maximale Verlässlichkeit steht. Bekommst 0% Spread ein knallhartes Argument für faire Preise. Für den stressfreien Aufbau deines Bitcoin-Vermögens ist der Sparplan wunderbar einfach einrichten und vergessen. Was mich besonders beeindruckt, dein Supportanliegen wird ernst genommen, du kannst die Experten nicht nur über den Chat erreichen, sondern auch ganz klassisch anrufen. Und das bei Coinfinity-Expertenarbeiten sieht man auch an wunderbaren und hochwertigen Bildungsinhalten zu Bitcoin. Für alle, die größere Pläne haben, wenn du ein Unternehmen führst oder über 100.000 Euro investieren willst, hat Coinfinity spezielle maßgeschneiderte Wealth-Lösungen für dich. Das ist der professionelle Ansatz, den ich dir empfehle. Denk dran, dein Vorteil, mit dem Code was Bitcoin bringt, bekommst du 21% Rabatt auf die Gebühren in den ersten 6 Monaten. Alle Infos findest du bei coinfinity.co gleich reinschauen. Hör endlich auf, deine Bitcoin anderen anzuvertrauen, denn dein Vermögen ist es wert, selbst verwahrt zu werden. Mit der Bitbox 02 Nova bekommst du die neueste Hardware-Wallet aus der Schweiz. Die definiert Sicherheit neu. Die Nova ist das Upgrade für alle, die das neueste Design und iPhone-Kompatibilität wollen. Die Nova ist radikal transparent, 100% Open Source und geschützt durch ein Dual-Chip-Design mit einem EAL 6 Plus zertifizierten Secure-Chip. Das ist der höchste Standard, um deine Schlüssel isoliert und absolut sicher zu halten. Abzockversuche blockiert sie, indem jede Transaktion auf einem robusten OLED-Glass-Display bestätigt werden muss. Und dank iPhone- und iPad-Kompatibilität bist du flexibler als je zuvor. Wer das nicht braucht, die klassische Bitbox02, ist natürlich weiterhin erhältlich, großartig und genauso sicher. Hol dir die Gewissheit echter Selbstverwahrung. Du findest beide Modelle auf bitbox.swiss und du sparst dir mit dem Code WASBITCOIN bringt 5% beim Kauf. Hardware Wallets sind super und wichtig, aber was passiert, wenn deine Seedphrase verloren geht? Genau hier kommt SIDOAR ins Spiel. Eine robuste, feuer- und wasserfeste Lösung, um deine Private Keys für immer sicher aufzubewahren. Denn Bitcoin ist für die Ewigkeit und dein Backup sollte es auch sein. Mit dem Code WASBITCOIN bringt gibt es 5% Rabatt auf alle Produkte. Schau dir die Lösungen an auf sidor.io.

SPEAKER_01

Genau, also ich würde ja sagen, wir haben ja über die Nokis vorher gesprochen. Ja, wir haben auch gesagt. Ja, und die sind jetzt nicht besonders begeistert von Millet, weil für die wurde das Leben ja nicht besser, oder? Genau. Also die müssen jetzt arbeiten wahrscheinlich. Vorher waren sie halt am Strand und haben ein bisschen gegrillt und so und das Leben war toll und du musst schon am 29. halt dein Geld abholen. Und für die hat sich das Leben sicher nicht verbessert. Und viele andere, die halt vom Staat gelebt haben, für die hat sich das Leben nicht verbessert. Aber für die große Gesamtbevölkerung hat sich das Leben eben verbessert. Und das ist halt jetzt die Frage, ob Millet dann sozusagen mit diesen Errungenschaften schafft. Nochmal, Präsident. Und ich glaube, er hat gute Chancen, weil da passiert noch eine zweite Sache in Argentinien. Die haben eigentlich sehr, sehr viel Öl und Gas und Lithium. Und das wird jetzt ganz stark ausgebaut. Sie haben es jetzt geschafft, die Produktion immer weiter auszubauen. Da gibt es ein Öl- und Gasfeld, das nennt sich Huacamuerta, also die tote Kuh. Das ist ein bisschen so abgelegene Region. Ich glaube, da ist mal die Kuh verdurstet und da hat man das als Landmarke genommen. Aber das ist nicht Offshore, das ist tatsächlich Onshore. Das ist in der Grenze zu Chile, glaube ich.

SPEAKER_00

Na gut, das ist lange.

SPEAKER_01

Lange Grenze. Ja, aber irgendwo in der Mitte so. Und dann, ich glaube, auf der anderen Seite von Santiago de Chile oder irgendwie. Aber es ist sehr großes. Also es ist Guacamuerta, ist, glaube ich, irgendwie Größe von Baden-Württemberg oder so, ein Riesengebiet. Und da wird jetzt abgebaut und das Gas wird zum einen nach Chile rüberexportiert, zum anderen nach Brasilien und eben auch jetzt mit LNG nach Europa. Deutschland hat, glaube ich, jetzt einen Vertrag unterschrieben, dass sie sich. Sozusagen jetzt auch LNG-Gas.

SPEAKER_00

Da ist die Deutschland-Agentinische Freundschaftsgesellschaft ins Spiel geboren. Also da gibt es auf jeden Fall Lieferungen. Man muss übrigens dazu sagen, ich würde das gerne anmerken. Die Auswanderergeschichte der Deutschen nach Argentinien ist lange und die hat nicht erst 1945 begonnen. Weil das oft ein Vorteil ist. Das stimmt einfach nicht.

SPEAKER_01

Auch jetzt der Deregulierungsminister hier, Sturzenberg, ich glaube, dem seine Familie kam auch schon vorher.

SPEAKER_00

Ja, ja, ja, der Einfluss der Deutschsprachigen in Argentinien ist ganz gewaltig und es sind auch viele. Argentinien ist auch das, wenn ich es richtig sage, das Zweit- oder Drittgrößte, also das zweite, drittgrößte Land, was die jüdische Bevölkerung betrifft.

SPEAKER_01

In Südamerika glaube ich das größte, oder?

SPEAKER_00

Ja, ja, nein, weltweit. Amerika, Israel und Argentinien ist, glaube ich, das Drittgrößte. Du hast in Buenos Aires ganze Straßenzüge, also die Upperclass ist komplett besessen von Sigmund Freud und Psychoanalyse. Du hast ganze Straßenzüge nur mit Psychoanalytikern und das ist auch ein super Geschäft, weil wer was über Psychoanalyse weiß, es endet nie. Es ist nicht so, ja, you're fixed, das geht einfach weiter. Das ist wie beim Start. Ja, das passt, ja. Aber ich möchte das nur dazu sagen, weil Argentinien hat oft dieses Image so, na, 45, der Opa hat das Land verlassen müssen. Nein, das gab es natürlich auch, aber das ist nicht alles.

SPEAKER_01

Ja, aber jetzt nochmal zurück hier zu den Exporten, weil das hilft Milet natürlich jetzt extrem. Du musst dir vorstellen, wenn du einen Exportüberschuss hast, dann müssen ja sozusagen die Dollar in Pesos gewechselt werden. Du hast ja eine Nachfrage nach Pesos. Und nicht nur, dass jetzt immer mehr exportiert wird, von Gas und Öl und Lithium, sondern auch die Landwirtschaft legt auf einmal jetzt kräftig zu. Wir hatten die besten Jahre jetzt der Landwirtschaft. Natürlich du hast dereguliert, ja, die ganzen argentinischen Rinderzüchter können auf einmal exportieren und müssen sich keine Sorgen mehr machen, dass die Sozialisten ihnen wieder, keine Ahnung, verbieten, Rindfleisch zu exportieren. Also das legt extrem zu. Und Argentinien hat jetzt auch einen Exportüberschuss. Die hatten ja vorher sozusagen mehr importiert, als sie exportiert hatten. Dadurch hat es ja wieder Dollars, die das Land verlassen. Und jetzt ist es andersherum. Und die planen jetzt, glaube ich, auch mit hunderten Milliarden Investitionen in diese ganzen Regionen, die ganzen amerikanischen Ölkonzerne kommen jetzt, investieren dort, müssen natürlich Arbeiter einstellen. Und man vermutet halt, dass die argentinischen Exporte sind, glaube ich, jetzt irgendwo bei 80 Milliarden sind und die gehen die nächsten Jahre bis 2030 auf 120, 130 Milliarden hoch. Und dieser ganze Export von Öl und Gas und Lithium wird die Landwirtschaft als Hauptexporteur ablösen.

SPEAKER_00

Wir könnten es da auch wirklich mit einem echten Boom zu tun haben.

SPEAKER_01

Also ich bin mir ganz sicher, wenn ihr Geld habt und ihr sagt, ihr müsst noch diversifizieren, statt Bitcoin vielleicht noch eine Immobilie, wäre Argentinien, glaube ich, ein sehr, sehr attraktiver Standort.

SPEAKER_00

Es ist ja für mich aufgrund meiner Geschichte, meiner Erfahrung, ein absolutes Sehnsuchtsziel. Ich hoffe auch, dass ich bald wieder hinkomme. Der hast du das noch nicht geplant, aber es gibt ja auch eine große Bitcoin-Community dort. Ich habe auch mit einigen Bitcoinern Kontakt. Und die sagen alle, vorher wollte ich weg, jetzt bleibe ich hier. Und ich glaube, die Potenziale sind enorm. Du hast ja noch zusätzlich zu dem, sagst du, die amerikanischen Ölmultis kommen. Du hast ja noch zusätzlich dazu den Faktor Stabilität. Na ja, Osten brennt, Europa brennt.

SPEAKER_01

Argentinien profitiert jetzt ja auch extrem von diesem Krieg, weil die Börsen in Argentinien sind übrigens gestiegen. Als einzige Börsen, glaube ich, im Westen sind die Börsen in Argentinien gestiegen, während der hier dem Iran stufen. Warum? Ja, die erwarten halt, dass Argentinien dadurch sehr stark profitieren wird, auch als Exportnation, weil Europa wird sich das halt anschauen und sagen, okay, wir können von Russland jetzt kein Gas kriegen, weil wir haben es abgeschnitten. Die Amerikaner mit Trump mögen eigentlich auch nicht so richtig.

SPEAKER_00

Amerikaner behalten es sich dann auch.

SPEAKER_01

Wir haben es von Katar versucht, die kommen jetzt nicht durch die Straße von Hormus. Aber da ist so ein Volk der Libertärer in Argentinien, vielleicht können wir es bei dem probieren. Und die Region da unten ist ja recht stabil. Also jetzt keinen Krieg aufkommen. Und du hast jetzt unten mit Chile einen President, übrigens deine Eltern came aus dem Allgäu, also nicht weit weg from me. Also there is Anton, the SEP, so to say, is President in Chile geworden. Then hast du mehrere with El Salvador and so on, mehrere Länder in Südamerika, die jetzt Richtung Marktwirtschaft gehen. It's a riesen eigentlich da unten. Brazilien muss halt not fallen. Also Brazilien ist recht socialist, and there are eighteen things that it's all passieren.

SPEAKER_00

To recht. The stability is enormous. These lender have in two Weltkriegs not mitgemacht. They have chilled in the sun, where we all have and generations get them. They have with it. And other than the Narsten, it's gonna wish the Britons in their colonial time, and for all Dekomonialism, this is politics the Grenzen so that in the new entstanding länder stark that they gehassen drinks. Die Spanier and the Portugiesen haben nie so weit gedacht. Die haben einfach gesagt: Ah, schau, da ist ein Berg, da ist ein Fluss, da war immer schon die Grenze, da ist jetzt auch die Grenze. Und deswegen haben diese Länder da unten nie angefangen, gegeneinander Krieg zu führen.

SPEAKER_01

Da kenne ich mich zu wenig aus, kann sein. Also, das ist nicht meine Expertise. Aber es war auf jeden Fall so. Ich glaube, der letzte Krieg war mit Paraguay, oder? Aber das ist, glaube ich, auch schon.

SPEAKER_00

Du meinst Argentinien, die hat den Falklandkrieg, das war mit Vetscher. Stimmt, den Falklandkrieg habe ich vergessen. Ja, der Falkland, die Malvinas heißen sie in Argentinien.

SPEAKER_01

Malvinas, ja. Da starben, glaube ich, 150 Soldaten oder so. Weil es kein so großer Krieg, aber natürlich während der Militärdiktatur.

SPEAKER_00

Genau.

SPEAKER_01

Wer weiß, vielleicht gibt der Trump jetzt die Malvinas den Argentinien.

SPEAKER_00

Ich weiß nicht, ob Trump dazu die Möglichkeit hat, aber ja, kann ja keine Ahnung. Er wird es versuchen, mit King Charles. Ich glaube, das ist da geht es nur noch um die Kinder.

SPEAKER_01

Das wäre unwichtig. Wer weiß, vielleicht wollen die Malvinas jetzt, nachdem sie sehen, wie Großbritannien im Sozialismus verfällt in Argentinien, wie es da gut läuft, vielleicht wollen die ja freiwillig wechseln. Aber ich glaube, da leben auch nur 3000 Menschen oder so. Keine Ahnung. Und 30.000 Schafe. Was aber jetzt interessant ist, kam kürzlich erst die, da gibt es so eine High-Sozialismusliste. Und das wird seit fast 40 Jahren erhoben. Und Argentinien hat da jetzt fast 50 Plätze gut gemacht, glaube ich. In zwei Jahren, das hat es noch nie gegeben, seit dieser Index erhoben wird. Und noch nie hat ein Land so schnell praktisch diesen Freiheitsindex erklommen. Also geht es rein um wirtschaftliche Freiheit. Das heißt also, von dieser Seite läuft. Also es geht ganz gut voran. Da bin ich gespannt. Deutschland ist übrigens in diesem Freiheitsindex auf Platz 162 von 195 Ländern. Argentinien ist jetzt schon auf Platz 104.

SPEAKER_00

Also vor Deutschland. Weit vor Deutschland.

SPEAKER_01

Aber da geht es jetzt nicht um, da geht es jetzt nicht darum, wie reich jetzt ein Land ist. Wie frei ist die Wirtschaft? Genau, wie frei ist die Wirtschaft. Und ich sehe da eigentlich, ja, ich sehe da eigentlich eine rosige Zukunft. Ich weiß auch gar nicht, wo jetzt großartig die negativen Sachen herkommen sollen, also die ganzen Wirtschaftssektoren steigen. Er hat anfangs auch einige Firmen pleite gegangen, weil durch diese ganze Regulierung gab es in Argentinien auch einige Firmen, die so nicht existieren können. Es gibt so Firmen, die existieren dann, wenn du halt sagst, du darfst jetzt irgendwie keine Autoersatzteile importieren, dann macht halt eine Firma auf, die dann Autoersatzteile baut, die natürlich dann nicht überleben kann, wenn du den Markt öffnest.

SPEAKER_00

Ich denke mir, die Herausforderungen sind natürlich schon groß. Erstens, einmal muss er es quasi auch überstehen. Es gibt, wer wird viele Feinde haben, es gibt andere Wege, einen Politiker zu demontieren, als nur über Wahlen, da gibt es Skandale, da gibt es dies, das, jenes, ja. Weiß ich auch nicht, ja. Also diese Revolution, die hängt natürlich an ihm. Das ist ja dieser Populismus, den wir jetzt doch haben, den kann man auch positiv sehen, aber es hängt an dieser Person.

SPEAKER_01

Nein, also das war übrigens auch etwas, das wir in der letzten Folge besprochen hatten, wo wir gesagt haben, Millet, Millets Partei, La Libertad Avanza, glaube ich, Freiheit voran oder so. Das ist keine Partei, sondern es ist eine One-Man-Show. Aber es zeigt sich jetzt auch in den zwei Jahren, dass immer mehr Leute aus dieser Partei eben hervortreten, wie eben dieser Sturzenberger und andere, die jetzt natürlich populär werden. Auch seine Ministerin für innere Sicherheit, glaube ich, die habe ich den Namen wieder vergessen, die ist jetzt ganz populär eigentlich auch. Die Kriminalität ist stark zurückgegangen. Übrigens ähnlich wie El Salvador. Also man hat da durchgegriffen.

SPEAKER_00

Aber hat man da auch, also im Sinne von El Salvador tatsächlich auch. So hart wie dort war es dann nicht.

SPEAKER_01

Also El Salvador war natürlich ein ganz spezielles Problem mit dieser Gang-Kriminalität. Aber auch in Argentinien ist die Kriminalität zurückgegangen, weil man halt doch Law and Order eingeführt hat, sozusagen. Und auch klar, wenn die Inflation natürlich von 200% auf jetzt, jetzt sind wir ja so bei 30 Prozent im Jahr zurückgegangen ist, nimmt es auch Druck weg.

SPEAKER_00

Natürlich, natürlich. Man darf auch nicht vergessen, ich meine, El Salvador und Argentinien sind auch nur wirklich bis zum gewissen Grad vergleichbar. El Salvador ist quasi, also ich will jetzt nicht sagen Dritte Welt, aber irgendwo zwischen, also schon zweite Welt. El Salvador hat, ist an sich ein sehr, sehr armes Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung am Straßenrand in Weltblechhütten lebt, tatsächlich. Allerdings muss man auch fairerweise dazu sagen, die meisten Leute sind sehr gut drauf, vor allem seitdem die ganze Gangkriminalität einfach weg war. Und Argentinien ist schon, sage ich mal, 1,5. Welt immer gewesen. Also trotz Inflation und so weiter.

SPEAKER_01

Du siehst auch, dass Argentinier, die jetzt zum Beispiel in den USA leben, von den ganzen Südamerikanern immer diejenigen sind, die am meisten verdienen, also die besten Jobs haben und so weiter.

SPEAKER_00

Also sie sind immer schon gut ausgebildet. Sie sind deswegen auch in Südamerika nicht die beliebtesten, weil der Rest Südamerikas glaubt, die Argentinier halten sich für was Besseres und für Europäer und Italiener eigentlich und nicht wirklich so dazugehörig.

SPEAKER_01

Ja, da gab es ja mal einen argentinischen Minister, der gesagt hat, wir kommen von dem Boden. Wir sind hier nicht, wir kommen sozusagen aus Europa.

SPEAKER_00

Stimmt ja auch.

SPEAKER_01

Das ist ein großer, das Lustige hier bei Millet ist übrigens auch noch, dass sein Urgos Vater, glaube ich, und der und die Mutter von Messi kommen aus dem gleichen italienischen Dorf. Das sind natürlich, da kannst du keine Wahl verlieren in Argentinien. Mit solchen Informationen kannst du eigentlich keine Wahl verlieren. Es wird jetzt in Zukunft auch sehr, sehr interessant werden, weil das Krasse bei Argentinien ist jetzt auch noch, dass die auch gar keine so hohen Schulden haben, eigentlich Staatsschulden. Im Vergleich zum GDP sind sie, glaube ich, bei 60%. Die sind, glaube ich, bei 60 Prozent zum GDP. Auch die ganzen Schulden, die sie in Pesos hatten, wurde ja entwertet sozusagen. Der Schuldenstand ist nicht hoch. Die Privatverschuldung in Argentinien ist auf einem unglaublich niedrigen Level, glaube ich, 6, 7 Prozent. Also es ist hier so, keine Ahnung, Deutschland, Österreich werden ja irgendwo 60, 70 Prozent sein oder so. Also da gibt es so Statistiken, da ist Argentinien ganz unten sozusagen. Weil die Banken haben natürlich eine Kredite vergeben bei 200% Inflation. Was willst du dafür geben? Mit welchem Prozentsatz und so? Stehst du, stehst du in Kontakt so mit Bitcoin in Argentinien? Ja, also es gibt ja jetzt in Bitcoin auch in Argentinien auch 21, also Venti Uno ist ganz groß, also libertäre Bitcoiner in Buenos Aires betreiben das. Da gibt es auch ein Haus, wo sie sich treffen und so weiter. Da fahren immer wieder Bitcoiner hin aus Deutschland. Also zurzeit ist es schon verrückt, wie viele Deutsche jetzt da runterfahren.

SPEAKER_00

Wie gesagt, ich will unbedingt, ich komme noch nicht dazu, aber jetzt hast du mich wieder motiviert, da einen Weg zu finden.

SPEAKER_01

Und das zum einen, also der Schuldenstand ist eigentlich gering, wenn du es schaffst, halt jetzt endlich die Währung auf einen normalen Stand zu bringen. Durch die Deregulierung zieht die Wirtschaft brutal an. Also du hast halt Wirtschaftswachstum von 5, 6 Prozent. Ich glaube, dieses Jahr irgendwie viereinhalb, glaube ich. Davor waren es sechs, irgendwie so. Argentinien bettelt sich, glaube ich, nur noch mit Indien, wer das höhere Wirtschaftswachstum hat. Und wir sprechen hier von einem Wirtschaftswachstum beim ausgeglichenen Haushalt. Nicht irgendwie so, weißt, ich nehme halt irgendwie Sondervermögen auf und pumpst dann rein. Verstehst du man?

SPEAKER_00

Das ist im Grunde so das, was uns noch als Mythos noch verkauft wird. Irgendwann mal in ferner Zukunft haben wir einen ausgeglichenen Haushalt und Wirtschaftswachstum. Jetzt haben wir 2% Inflation und 1% Wirtschaftswachstum und jeder sagt, cool. Ja, fuck.

SPEAKER_01

Also du musst mal sehen, also die Zukunft ist rustig. Die Inflation wird weiter zurückgehen. Der Pesus ist stabilisiert, also der legt sogar zu jetzt zum Dollar. Vor allem durch eben diese Geschichten, dass du halt keine zusätzlichen Schulden machst, den Haushalt, die Zentralbank ausgeglichen hast, die Bilanz. Und dann hast du noch Export, der jetzt extrem zulegt über die ganzen Gas und Öl und Lithium und so. Und Investitionen. Und Investitionen kommen ins Land.

SPEAKER_00

Weil Ölbohren, das kann nicht die ER machen.

SPEAKER_01

Genau, da musst du halt hin und investieren. Und ich muss ehrlich sagen, Ja, wir müssen hin.

SPEAKER_00

Wann ist die Wahl? Wann ist die nächste Präsentation?

SPEAKER_01

Ich glaube, in zwei Jahren.

SPEAKER_00

2027?

SPEAKER_01

Ja, im Herbst.

SPEAKER_00

Ich denke mir, in dieser Situation muss dann Argentinien auch nicht mehr sein nationales Ego über den Fußball aufpolieren und können dann bei der WM in Amerika auch mal einfach gegen Österreich verlieren.

SPEAKER_01

Das kann sein. Ich darf jetzt nichts Falsches sagen, da schauen jetzt so bestimmt Leute zu.

SPEAKER_00

Naja, meine Herangehensweise, was das betrifft, erstens mal, das ist jetzt der richtige Zeitpunkt, über das 21-Tipp-Spiel zu reden. Das hast du doch überhaupt gestartet, oder?

SPEAKER_01

Wir bauen jetzt gerade eine Webseite, ist eigentlich fast fertig. Und da kann man dann sozusagen auf die WM tippen, aber diesmal halt wirklich mit Bitcoin-Einsatz.

SPEAKER_00

Aber wirklich so live mittippen oder einfach am Anfang des Durchtippen.

SPEAKER_01

Das typische Tippspiel halt, dass du halt die Spiele tippen musst und dann kommen die nächsten Spiele, kannst du dann tippen. Du kannst natürlich auch von Anfang an durchtippen, keine Ahnung.

SPEAKER_00

Also da freue ich mich drauf. Also meine, also für alle Bundesdeutschen und Schweizer Zuhörer, die sich natürlich damit noch nicht beschäftigt haben, wir sind in einer Gruppe mit Argentinien, Algerien und Jordanien. Und meine Herangehensweise ist folgende: Argentinien ist der amtierende Weltmeister. Messi ist nicht mehr der Jüngste. Da kommt dann auch eine gewisse Vergrustung hinein, da wird nicht mehr viel Innovation sein und die haben auch nichts zu beweisen. Und das ist eigentlich die perfekte Voraussetzung, um in der Gruppe gegen uns zu verlieren. Wir müssen auch unbedingt gewinnen, die Gruppe, weil wenn wir die Gruppe nicht gewinnen, wir spielen nachher im, was ist das dann, Achtelfinale oder sogar 16. Finale vielleicht nicht? Ja, das weiß ich jetzt nicht. Spielen wir gegen den Sieger der Gruppe G, glaube ich, und das wäre dann Spanien. Ja, das wäre nicht so gut. So optimistisch ich bin, gegen Spanien ist halt einfach vorbei. Und sonst könnten wir gegen den Uruguay antreten, da gebe ich uns bessere Chancen. Die wären dann Nummer zwei.

SPEAKER_01

Ja, also das kann sein. Bei der Weltmannschaft ist ja oft so, dass der letzte Sieger halt oft abkackt.

SPEAKER_00

Ich denke dann zum Beispiel an Spanien, die haben, glaube ich, damals gegen Holland. Deutschland auch.

SPEAKER_01

Italien hat es seit dem letzten Sieg, glaube ich, also nach dem Sieg in Deutschland zweimal Gruppenphase und dreimal nicht qualifiziert.

SPEAKER_00

Dreimal nicht qualifiziert. Wobei wir sind zum ersten Mal qualifiziert seit 1998. Seit 1998, okay. Also das ist schon, da war ich noch in der Mittelschule. Kann mich noch gut erinnern. Da haben wir gegen Chile gespielt, gegen Kamerun und gegen Italien. Ich werde auf jeden Fall für Argentinien sein.

SPEAKER_01

Außer in diesem einen Spiel. Außer in diesem Einspiel, da bin ich natürlich aus Solidarität mit Bitcoin Austria und was Bitcoin bringt, bin ich für Österreich.

SPEAKER_00

Ausgezeichnet, ausgezeichnet. Da freue ich mich drauf. Danke für deine Unterstützung. Ich überprüfe das dann in einem Tippspiel, auf den du getippt hast, wenn es soweit kommt. Aber da freue ich mich drauf. Und ich würde sagen, was uns jetzt noch bleibt, ist ein Argentinien-Ausflug, spätestens 2027, kurz vor der Wahl.

SPEAKER_01

Hoffentlich ist dann Bullenmarkt, dann können wir sozusagen in die Vollen gehen und kaufen uns da gleich ein Haus in Buenos Aires.

SPEAKER_00

Da ist dann, also laut dem Wetterbericht ist der Bullenmarkt. Also sehen wir uns. Das 21-Tippspiel werde ich verlinken, weil die Folge wird wahrscheinlich aus rauskommen, dann sind wir schon fertig. Muss man fertig sein.

SPEAKER_01

Ja, dann müssen wir jetzt noch schnell fertig programmieren und dann sind wir fertig.

SPEAKER_00

Deadlines sind das Beste für die Produktivität. Deadlines und Liberalismus. Lieber Markus, vielen lieben Dank. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao. Ich hoffe, euch hat diese Folge von Was Bitcoin bringt, gefallen. Und wenn dem so ist, dann lasst doch gerne 5 Sterne bei Apple, Spotify da oder ein Like auf YouTube, ein Subscription auf YouTube. Das freut mich auch immer. Da könnt ihr dann auch Kommentare hinterlassen oder ihr schreibt mir ein Mail an hallo at wasbitcoin bringt.com. Vielen Dank auch an die absoluten Legenden von euch, die das Ganze über Fountain hören oder andere Value-4-Value-Apps und immer wieder auch Satz rüberschicken. Dafür bin ich mega dankbar. Das ist mega motivierend. Besucht auch unbedingt meine Sponsoren, unsere Sponsoren, die uns unterstützen und auch Codes zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel Coinfinity, wie 21 Energy, wie Bitbox, wo ihr mit was Bitcoin bringt, günstiger einkaufen könnt. Und die Liste an Vorteilen, die euch dieser Code bringt, die ganze, die könnt ihr auch finden auf was Bitcoinbringt.com. Schaut euch da unbedingt die Vorteile an. Vielen Dank fürs Dabeisein. Bis zum nächsten Mal. Euer Nico.